In einigem den Vorrednern völlig anschliessen ich mich kann: Der Service in Flensburg ist gewohnt perfekt. Danke dafür.
Ausstattung 1A, alles da was man benötigt. Neues modernes Schiff, gut gepflegt. Ja, der Stauraum ist begrenzt, aber auch bei uns war es zu dritt ausreichend. Mit sechs Crewmitgliedern... Na ich weiss nicht. Was wir vermissten, waren Garderobenhaken in den Kajüten. Herrje, irgendwas ist ja immer.
Aber die Yoda im Hafen bei viel Wind ohne Bugstrahl (BS) sauber zu handhaben, ist uns nicht gelungen. Das flache Rumpfprofil lässt sie treiben, als ob es ums Leben gänge und der Wind findet im geraden (hohen?) Bug, einen guten Angriffspunkt um dich zu drehen. Gerade bei wenig Fahrt im Schiff, kommen dann schnell Karussellgefühle auf. ;-) Bei Böen in der Spitze um die 30 kn ist es selbst mit dem BS schwierig, die Yoda gegen den Wind in einer engen "Boxengasse" aufzustellen. Nur Schwung und Speed helfen, unangenehm wenn eng und voll. Dazu kommt noch ein etwas träges Ansprechverhalten des Motors auf Gasgeben. Kann daran gelegen haben, dass der Motor kalt war, wird aber vom Vercharterer untersucht.
Bei 6+ Bft. lässt sich Yoda gut mit 2/3, bei mehr auch nur mit 1/3 Fock handeln und läuft dann noch 3,5 bis 4,2 kn in der Spitze. Dabei Wellen und Boen gut aussteuerbar. Gerefftes Gross dazu zu nehmen, haben wir uns bei dem Wind nicht getraut, eine Woche reicht nicht für völlige Vertrautheit mit dem Schiff. Alles in Allem segelt YODA gut, wobei zwei Winschen zu wenig sind, für den sportlichen Anspruch des Designs. Uns fiel es schwer, sich an die nach hinten verlegten Fallen und Schoten auf eine Winsch zu gewöhnen. Es ist immer Nachdenken erforderlich wenn man etwas trimmen oder Segel reffen/rauslassen möchte. Auch der Leinensalat vor dem Mast ist nervig, gerade bei lauem Lüftchen hängt die Fock bei jeder Wende. Bei viel Wind verstärkt sich der Eindruck noch.
Ach, und da war ja noch: Bimini. Sicherlich Geschmackssache, für uns ein Showstopper. Wenn es etwas holprig ist, sich hinten zwischen die Halterung der Bimini klemmen zu müssen, immer Bewegung im Oberkörper, um dein Segel in Gänze zu sehen, war selbst in zusammengeklapptem Zustand so lala.
Wir hatten eine schöne Segelwoche, in einem tollen Segelrevier, mit allem was man braucht. Der Vercharterer bleibt der Favorit, die YODA wird es wohl nicht mehr.


