Yachtcharter Ostsee

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Geschäftsbedingungen für Flensburg, Heiligenhafen und Greifswald des jeweiligen Schiffseigners, Stand 14.09.2021

Wir erheben nur Daten, die zur Abwicklung des Chartervertrages benötigt werden. Sie erklären sich bei Charterung damit einverstanden, dass Ihre Angaben und Daten zur Bearbeitung Ihrer Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Wenn Sie eine Telefonnummer angeben, erlauben Sie uns, Sie zum Zwecke der Abwicklung Ihres Anliegens anrufen zu dürfen, mit der Angabe einer Email-Adresse erteilen Sie uns die Erlaubnis, Ihnen zweckgebundene Mails senden zu dürfen. Sie können nach Abwicklung jederzeit eine Löschung der Daten und den Wiederruf Ihrer Einwilligung zur Speicherung vornehmen. Schicken Sie dazu einfach an Mail an info@charterzentrum.de mit dem Betreff „Datenlöschung“.

Das Fahrtgebiet erstreckt sich auf die gesamte Nordsee (jedoch nicht nördlicher als Bergen) und Ostsee, einschließlich Polen, Litauen, Lettland, Kattegat und Skagerrak (oder nach Vereinbarung). Der Charterpreis ist gemäß Chartervertrag zu überweisen. Die Kaution wird vor Ort mit Kreditkarte hinterlegt. Bei kurz- fristiger Buchung ist die Chartergebühr in bar oder mit EC-Karte zu begleichen. Kann der Charterer die Charter nicht antreten, so teilt er dieses unverzüglich mit. Gelingt eine Ersatzcharter, so erhält der Charterer seine Zahlungen abzüglich einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10% der Chartersumme zurück. Dem Charterer ist der Nachweis gestattet, dass die vorgenannten Kosten überhaupt nicht oder nicht in der genannten Höhe entstanden sind. Andernfalls hat der Vercharterer Anspruch auf die gesamte Chartergebühr. Es wird dem Charterer ausdrücklich empfohlen, eine Reiserücktrittskosten-Versicherung abzu- schließen.

Die Yacht und der Charterer sind zu folgenden Konditionen versichert:
• Haftpflichtversicherung für Personen- und / o. Sachschäden pauschal für jede Yacht bis 2,5 Mio EURO (einige Yachten auch höher).
• Skipperhaftpflichtversicherung (Basisschutz zur Absicherung von Ansprüchen der Crew untereinander).
• Kasko-Versicherung für die Yacht und die Charterausrüstung mit Selbstbeteiligung in Höhe der Kaution (siehe Vertrag) je Schadensfall.

Bei Regattateilnahme beträgt die Selbstbeteiligung je nach Yachttyp bis zu 3.000,- Euro je Schadensfall.
• Charterausfallversicherung (gegen Regreßforderungen des Eigners wegen entgangener Chartereinnahmen bei Ausfall durch einen vom Charterer

verursachten Schaden) bei Selbstbeteiligung in Höhe der Kaution je Schadensfall.
• Die Kaution (siehe Vertrag) entspricht der Selbstbeteiligung je Schadensfall für die Kaskoversicherung.

Die Selbstbeteiligung für die Charterausfallversicherung ist je Schadensfall in selber Höhe zu zahlen.

Der Abschluß der vorgenannten Versicherungen führt zu keiner Haftungsfreistellung des Charterkundens für Schäden, die nicht von der Versicherung ersetzt werden oder durch grobe Fahrlässigkeit an der Charteryacht entstanden sind. Hinterlegte Kaution (siehe Chartervertrag) für jede Yacht = Selbstbeteiligung je Schadensereignis. Die Bedingungen des Versicherers sind Bestandteil dieses Vertrages und können im Kunden-Login heruntergeladen werden. Der Charterer ist verpflichtet, dem Versicherer sämtliche Auskünfte zu einem möglichen Schadensfall zu erteilen. Eine Weigerung kann zu Regressansprüchen gegen den Charterer seitens des Versicherers führen. Die Selbstbeteiligung ist im Schadenfall vom Charterer zu tragen. Schäden und Verluste werden mit der Kaution ver- rechnet, der Charterer erhält in diesem Fall eine schriftliche Abrechnung übersandt. Der Charterer hat die Yacht in einem unversehrtem Zustand, so wie er sie übernommen hat, zurückzugeben. Entstandene Schäden werden von der hinterlegten Kaution einbehalten. Schäden die durch normalen Verschleiß entstehen sind ausgenommen. Ansprüche des Charterers infolge von Nichtbenutzbarkeit der Yacht wegen Schäden oder Totalausfall, welche durch den Charterer oder Dritte während der Charterzeit verursacht werden, sind ausgeschlossen. Für Handlungen und Unterlassungen des Charterers, für die der Vercharterer von drit- ter Seite haftbar gemacht wird, hält der Charterer den Vercharterer von allen privat- und strafrechtlichen Folgen, auch von allen Kosten und Rechtsverfolgungen im In- und Ausland frei. Der Charterer übernimmt die Yacht auf eigene Verantwortung. Der Vercharterer haftet weder für ihn, noch für andere Personen an Bord. Die Yachten sind nach der See-Sportbootvermietungsordnung zugelassen, jedoch nicht als Ausbildungsyachten. Nur die Yachten mit BG Verkehr Abnahme (vormals See-BG) sind für gewerbliche Ausbildung zugelassen.

Der Charterer / Schiffsführer erklärt ausdrücklich:

  • Im Besitz eines gültigen Führerscheines “Sportboot See” oder “Sportboot Küste” und des „Pyroschein“ zu sein. (Ohne Pyroschein ist eine Unterweisung zu buchen, findet online statt und kostet 15,- Euro Schutzgebühr)

  • Die gesetzlichen Vorschriften für die an Bord befindliche Funkanlage zu beachten (Der Skipper muss das Funkzeugnis SRC oder gleichwertig besitzen)

  • Die nautischen und seemännischen Kenntnisse zum Befahren des vorgesehenen Seegebietes zu haben.

  • Die Seemannschaft zu beherrschen und ausreichende Erfahrung in der Führung einer Segelyacht zu besitzen.

  • Den Guldborg-Sund nicht mit einer Yacht von 1,75m Tiefgang und mehr zu durchfahren.

  • Die gesetzlichen Bestimmungen eines Gastlandes zu beachten und An- und Abmeldungen beim Hafenmeister vorzunehmen.

  • Keine Veränderungen am Schiff oder an der Ausrüstung vorzunehmen und Yacht und Ausrüstung pfleglich zu behandeln, als sei es sein Eigentum

  • Schwimmwesten zu tragen und alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Crew zu treffen

  • Die Yacht nur mit Bootsschuhen zu betreten.

  • Segel vor dem Auslaufen selber zu prüfen. Nachträglich festgestellte Schäden (außer Verschleiß wie z.B. offene Nähte) gehen zu Lasten des Charterer.

  • Das Logbuch (wird bei Übergabe ausgehändigt) in der gesetzlich vorgesehenen Form zu führen.

  • Nur nach Rücksprache an Regatten oder anderen sportlichen Wettkämpfen teilzunehmen.

  • Haustiere nur nach Rücksprache mitzubringen.

  • Sich im Falle einer Havarie nur mit der eigenen Leine schleppen zu lassen und keine Vereinbarung über Abschlepp- oder Bergekosten zu treffen.

    Der Vercharterer haftet nicht für solche Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Veränderungen und Fehlern des zur Verfügung gestellten nautischen Hilfsmaterials wie z. B. Seekarten, Hafenhandbücher, Kompaß, Radar, Plotter usw. verursacht werden. Für an Bord vergessene persönliche Gegenstände und durch Wasser entstandende Schäden an Handy, Laptops, Kameras etc. kann keine Haftung übernommen werden. Der Ausfall von navigatorischen Hilfsmitteln wie Plotter, Autopilot, Bugstrahl, Radar usw. stellt kein Grund zur Minderung der Chartergebühr dar. Der Charterer hat sich vor Törnbeginn über die Gegebenheiten des Fahrtgebietes eingehend zu informieren, wie z.B. über Strömungen und veränderte Wassertiefe bei starken Winden. Wird das Schiff nicht rechtzeitig vom Vercharterer zur Verfügung gestellt, so kann der Charterer frühestens 48 Std. danach bei voller Erstattung der geleisteten Zahlungen von diesem Vertrag zurücktreten. Der Vercharterer ist berechtigt, ein anderes gleichwertiges Schiff zur Verfügung zu stellen. Tritt der Charterer nicht vom Vertrag zurück, so behält er Anspruch auf Erstattung der anteiligen Chartergebühr für die Zeit, um die das Schiff später einsatzfähig wurde. Eine Verlängerung der Charterzeit ist nur

    mit Zustimmung des Vercharterers möglich. Die Anwendung des § 545 BGB (Stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses) wird ausgeschlossen. Verläßt der Charterer die Yacht an einem anderen als dem vereinbarten Ort, gleich aus welchem Grund, so trägt der Charterer alle Kosten für die Rückführung der Yacht zu Wasser oder Land. Verspätete Schiffsrückgabe führt zu Ersatzansprüchen seitens des Vercharterers. Bei verspäteter Rückgabe wird ab der im Chartervertrag vereinbarten Uhrzeit jede angefangene Stunde mit 100,- EURO berechnet (Dem Charterer ist der Nachweis gestattet, dass die vorgenannten Kosten überhaupt nicht oder nicht in der genannten Höhe entstanden sind). In diesem Zusamenhang obliegt es dem Charterer, auch schlechtes Wetter mit in seine Törnplanung einzubeziehen. Der Chartervertrag gilt als grundsätzlich verlängert bis zur Rückgabe der Yacht. Die Yacht wird sauber, segelklar, vollgetankt mit 2 Gasflaschen dem Charterer übergeben. Schiffszustand und Vollständigkeit von Ausrüstung und Inventar müssen bei Übergabe vom Charterer anhand der Checkliste überprüft werden. Schäden an der Yacht und Ausrüstung, die die Seetüchtigkeit der Yacht nicht beeinträchtigen und die Nutzung der Yacht weiterhin ermöglichen, berechtigen nicht zur Minderung oder zum Rücktritt. Die Yacht wird nach Rückkehr sauber, aufgeklart, vollgetankt mit 2 Gasflaschen zurückge- geben - andernfalls wird das Tanken (Diesel plus 50,- Euro Lohn) und Reinigen (je Meter 10,00 EURO) berechnet und von der Kaution abgezogen. Sollte der Charterer Gas benutzen, wird der Verbrauch pauschal mit 2,- Euro / Tag berechnet. Eine Toiletten-/ Fäkalientankverstopfung wird mit je 150,- EURO berechnet. (Dem Charterer ist der Nachweis gestattet, dass diese Kosten überhaupt nicht oder nicht in der genannten Höhe entstanden sind)

    Bei Schäden, Kollisionen und Havarien oder sonstigen außergewöhnlichen Vorkommnissen ist unverzüglich der Vercharterer telefonisch, per Fax oder Mail zu informieren. Beim Schaden am Schiff oder an Personen fertigt der Charterer eine Niederschrift darüber an und sorgt für eine Bestätigung des Hafenmeisters, Arztes usw.. Die Reparatur von Schäden durch normalen Materialverschleiß bis 150,- EURO können vom Charterer veranlaßt werden. Diese Ausgaben wer- den vom Vercharterer bei Vorlage einer quittierten Rechnung zurückerstattet. Aus steuerlichen Gründen können wir jedoch nur folgende Belege erstatten:

    • Rechnungsempfänger ist „Yacht- & Charterzentrum GmbH“ • Schiffsname ist auf dem Beleg • Art der Arbeit ist bezeichnet • Rechnungsbetrag in der Landeswährung des ausführenden Betriebes ausgestellt • Die MwSt ist im jeweilig landesspezifischen Satz ausgewiesen • Altteile werden mitgebracht. Andernfalls kann die Rechnung nicht erstattet werden. Reparaturen, die den Betrag von 150,– EURO übersteigen, bedürfen der Zustimmung des Vercharterers.

    Motorenüberwachung: Der Ölstand des Motors ist täglich, der ausreichende Austritt von Kühlwasser laufend zu überprüfen, Schäden, die durch Trockenlaufen des Motors oder Überhitzung durch mangelnde Kühlwasserzufuhr entstehen, sind in keinem Fall versichert und gehen zu Lasten des Charterers. Ebenso kann der Motor bei Schräglage unter Segeln über 10 Grad Krängung nicht benutzt werden, da der Motor dann kein Wasser und Öl bekommt.

    Es sind mitzubringen für Ihren Törn: Schlafsäcke / Bettwäsche (Es sind keine Bezüge, Decken / Inlays an Bord), Kopfkissen, Handtücher, persönliche Wäsche. Ausrüstungsplan für unsere Yachten siehe Ausrüstungsliste im Internet (Änderungen vorbehalten).

    Bei Rechenfehlern der umseitig angeführten Nutzungsgebühr haben der Vercharterer und der Charterer das Recht und die Pflicht, die Nutzungsgebühr gemäß der gültigen Preisliste zu korrigieren, ohne das die Rechtswirksamkeit des Vertrages berührt wird. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen begründet nicht die Unwirksamkeit des Vertrags im Übrigen. Von unterwegs rufen Sie bitte unseren 24-Stunden-Service an, Nummer in der Schiffsmappe auf der ersten Seite (Bei technischen Fragen und Problemen mit Ihrer Yacht). Erfüllung und Gerichtstand ist Oldenburg/Holstein.