Mit 2 Ruderblättern unter Wasser ist die Yacht im Hafen besser zu manövrieren als erwartet. Man muss halt immer in Bewegung sein. Für die erste eigene Charter nach dem SBF eher nicht geeignet. Gerade wenn es eng ist und der Wind aus der falschen Richtung kommt ist etwas Erfahrung nicht verkehrt.
Mir reichen die Segeleigenschaften. Ich bin im Urlaub und nicht auf der Flucht. Für den sportlich ambitionierten Segler fehlen aber Trimmmöglichkeiten. Mit Gennaker macht die Yacht richtig Spaß.
Der Kettenkasten ist nicht tief genug. Es bilden sich nach wenigen Metern Kettenhaufen. Also immer schön die Winschkurbel mit nach vorne nehmen und die Kette an die Seite schieben.
Zumindest bei der Antonija fehlt am Bug ein Blech, damit der Anker beim runterlassen und aufholen nicht direkt auf das Gelcoat schlägt. Die Gelcoatschäden sind vorprogrammiert. Es wird bei der Übergabe aber auch schon drauf hingewiesen. In der Ostsee eher egal. In Kroatien nicht schön.
Das Rollgroß ist wie immer in Kroatien viel leichtgängiger als an der Ostsee. Dürfte an der Endlosleine liegen, die in Kroatien eher unüblich ist. Da geht man zum Kurbeln an den Mast.
Die Antonija hat keine "Bandsel" am Cockpitisch. Man kann nicht mal den Außenborder am Dingi festbinden. Kein Meter Leine gefunden, die man nutzen konnte. Es wurde aber bei der Rückgabe auch gefragt, was man vermisst hat und ob es noch etwas an der Yacht zu verbessern gibt. Ich denke mir das ist mittlerweile gelöst.
Die Antonija hat die beim Charterzentrum übliche lange Schleppleine gleich 2x. Beim Ankern mit Landleine wirklich hilfreich. Da braucht man die Festmacher mal nicht zusammenbinden.
Auf der Antonija war der "Beständig" auf der Yacht. Allerdings schon ein paar Jahre alt. Auch Taucherbrille und Flossen lagen in der Backkiste.
Wie immer in Kroatien ist das Benzin für den Außenborder nicht inclusive und der Tank auch gerade leer. Zumindest habe ich immer das Glück. Dragan sagt auch, dass das keine schöne Regelung ist. Man geht damit in Punat sehr kundenfreundlich und lösungsorientiert um. Das habe ich auch schon anders erlebt. Wenn man mit dem Auto anreist, kann man am besten den vollen Kanister vom Rasenmäher in den Kofferraum stellen.
In der Ostsee wird das Spifall der Lisa hinter der Saling gefahren. In Kroatien bei der Antonia davor. Die wickelt sich dann auch mal schnell mit der Genua ein. Da ist mir die Ostseevariante lieber. Kann man ja auch schnell selber "rumwerfen".
Die Vorschiffkabine ist für 2 Erwachsenen zu klein.
Die ganzen Kritikpunkte sind wirklich nur Kleinigkeiten. Nichts was ich wirklich als negativ bewerten würde.


