Der hier veröffentlichte Text ist dem vollständigen Yachttest der Zeitschrift "Yacht" entnommen. Sie können die PDF-Datei mit dem vollständigen Artikel downloaden. Dieser Artikel enthält aussagekräftige Bilder, detaillierte Diagramme, Vergleiche zu anderen Yachten sowie präzise technische Angaben. Heft 04/2009

yacht - Yachttest von Europas größtem Segelmagazin

Yachttest der Salon 35 Performance

Von der Salona 35 liegt leider kein Yachttest vor.

Die Vorankündigung der "yacht" zur Salona 35:

Die Neue kommt als Ersatz für die Salona 34 aus dem Jahr 2008 (siehe Test in YACHT 4/2009). Die Konstrukteure von J & J Design haben ihren eigenen Entwurf nochmals gründlich überarbeitet. In optischer und konzeptioneller Anlehnung an die größere Schwester Salona 38, die erst diesen Sommer vorgestellt worden ist, erhält auch die kleinste Yacht von Salona nun lange Aufbaufenster sowie rechteckige Fenster im Rumpf.

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist das Cockpit übersichtlicher strukturiert, und der Traveller wurde jetzt versenkt im Cockpitboden montiert. Das Heck bleibt weiterhin offen, eine demontierbare Sitzbank dient auf der Tour als Sicherheit und im Hafen gleichermaßen als Gangway. Neu ist das doppelte Steuerrad, auf Booten um zehn Meter Länge bislang recht selten verwirklicht.

Unter Deck weist auch die Salona 35 das in der Klasse gängige Layout mit zwei abgetrennten Kabinen, einer Nasszelle sowie einer symmetrischen Anordnung im Salon auf. Dazu kommen eine brauchbare Navigation sowie eine Kücheneinheit in L-Form. Beim Vorgängermodell Salona 34 war das Interieur genauso eingeteilt, allerdings haben die Designer und Entwickler beim neuen Schiff viel an der Optik gearbeitet und dem Interieur eine moderne und attraktive Erscheinung verpasst.

Wie alle Yachten von Salona hat auch die 35er einen Stahlrahmen im Rumpf. Er soll die Kräfte aus dem Rigg direkt im Kraftschluss mit der Bodenstruktur verbinden und damit die Schale entlasten. Erstmals arbeitet Salona bei diesem Schiff stellenweise Karbonfasern mit ein, sie sollen das Boot weiter aussteifen, ohne das das Gewicht leidet. Der L-Kiel wurde übrigens von America's-Cup-Designer Jason Ker optimiert. Er ist in drei verschiedenen Tiefgangsvarianten zu haben.

Das Rigg ist herkömmlich schlank ausgelegt, die Wanten werden innen, nahe am Kajütaufbau, in die Struktur eingeleitet. Damit ist es möglich, verschiedene Vorsegelvarianten zu fahren. Segler an Binnenrevieren freuen sich über die Möglichkeit, auf eine größere Genua mit einer  Überlappung von bis zu 140 Prozent zu wechseln.

Die "Yachtrevue" schreibt zur Salona 35:

MODIFIZIERT. SO KLEIN UND SCHON ZWEI STEUERRÄDER. IST DAS WIRKLICH SINNVOLL?
Neue Besen kehren gut, das weiß man auch in der kroatischen Salona-Werft. Das gilt besonders in Zeiten, in denen punkto Yachtdesign kein Stein auf dem anderen bleibt. Der Trend zu extrem breiten Hecks und zwei Steuerrädern – selten auch mit zwei Rudern – ist so ausgeprägt, dass heute niemand in Europa daran vorbeikommt.

Wer aus Kosten- oder anderen Gründen kein völlig neues Schiff auf den Markt bringen will, behilft sich mit einem kräftigen Relaunch bestehender. Bei Salona basieren die aktuellen Modelle 44, 41 und 38 auf den Typen 45, 42 und 37; in allen Fällen wurden zwei Räder statt einem installiert. Bei der 38er verlängerte man den Rumpf etwas und sah erstmals auch sechs Rumpffenster vor und verpasste dem Schiff durchgängig einen Feinschliff. Das Resultat kann sich sehen lassen.

Die kürzlich vorgestellte Salona 35 basiert auf der 2008 vorgestellten 34er, die bei der EYOTY-Wahl bis ins Finale kam und über die sich der Autor anlässlich des Tests (YR 9/2009, Download auf www.yachtrevue/artikelarchiv) fast euphorisch äußerte. Vor allem das exzellente Ruderfeeling und die Leichtigkeit, mit der sich die Yacht dirigieren ließ und auf Böen ansprach, wurden lobend erwähnt, weshalb man gespannt sein durfte, wie sich das Schifferl nunmehr mit zwei Steuerrädern anfühlen würde.

Die Bauqualität, mit der sich die nunmehr seit zehn Jahren bestehende Werft Salona Yachts (früher AD Boats) einen hervorragenden Namen gemacht hat, wurde ebenfalls positiv bewertet. Salona ist keine Billigwerft, die Rümpfe sind steif und kompakt, Kiel und Rigg mit einem großen Niroskelett verbunden; außerdem setzt man an stark belasteten Stellen nunmehr Karbonlagen ein um die Steifigkeit zu erhöhen. Das alles hat seinen Preis, aber die Qualität spürt man bei Starkwind – und bei Grundberührungen, von denen es mit den Salona 37 bei Regatten einige gab. Nicht, dass diese gänzlich ohne Schäden abliefen, aber im Vergleich zu Billigprodukten waren die Folgen harmlos.

 

Hier finden Sie eine Übersicht von Testberichten zu allen Yachten

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