Test der Dufour 41 von Yacht
Im Yacht-Test vom 6. Juli 2023 nimmt Autor Fridtjof Gunkel die neue Dufour 41 unter die Lupe. Untersucht wird, wie sich die moderne Fahrtenyacht in der stark besetzten Zwölf-Meter-Klasse positioniert und ob der deutliche Raumgewinn mit überzeugenden Segeleigenschaften vereinbar ist. Im Fokus stehen Rumpf- und Deckskonzept, variable Innenraumlayouts sowie Handling und Performance auf dem Wasser.
Dufour 41 – Fahrtenyacht mit Platz und Performance
Moderne Fahrtenyacht in der Zwölf-Meter-Klasse
Mit der Dufour 41 bringt die französische Traditionswerft eine Fahrtenyacht auf den Markt, die konsequent auf Raumgewinn, Flexibilität und zeitgemäße Linien setzt. In der hart umkämpften Klasse um zwölf Meter Länge positioniert sich das Modell klar zwischen komfortorientierter Familienyacht und leistungsfähigem Fahrtenboot für anspruchsvollere Crews. Ziel ist es, viel Platz an Bord zu schaffen, ohne die seglerischen Eigenschaften zu opfern.
Rumpfdesign: Volumen clever genutzt
Der Rumpf der Dufour 41 ist auf maximale Raumausnutzung ausgelegt. Eine bis weit nach achtern nahezu gleichbleibende Breite sowie ausgeprägte Kimmkanten sorgen für ein enormes Volumen. Senkrechte Bordwände oberhalb der Kimmkante tragen zusätzlich dazu bei, den Innenraum spürbar zu vergrößern. Das Vorschiff fällt bewusst füllig aus, um verschiedene Kabinenlayouts realisieren zu können. Zahlreiche Rumpffenster und Aufbaufenster bringen viel Tageslicht unter Deck und unterstreichen den modernen Charakter der Yacht.
Cockpit und Deck: Komfort trifft Variabilität
Besonders auffällig ist das großzügig dimensionierte Cockpit, das in dieser Größe eher an deutlich größere Yachten erinnert. Lange Sitzbänke, breite Durchgänge und ein variabler Cockpittisch machen den Außenbereich zum zentralen Lebensraum an Bord – sowohl im Hafen als auch auf See.
Beim Deckslayout bietet Dufour mehrere Optionen: Die Führung der Großschot kann je nach Wunsch auf dem Kajütdach, weiter achtern oder im Cockpit erfolgen. Serienmäßig ist eine Selbstwendefock vorgesehen, was das Handling besonders einfach macht. Alternativ lassen sich Genua-Schienen und Trimmmöglichkeiten ergänzen. Ein fester GFK-Bugspriet integriert den Ankergalgen und dient gleichzeitig als Anschlagpunkt für Vorwindsegel wie Code Zero oder Gennaker.
Segelleistung und Handling
Trotz ihres ausgeprägten Volumens zeigt sich die Dufour 41 auf dem Wasser überraschend agil. Bereits bei leichtem Wind beschleunigt das Schiff willig und erreicht am Wind überzeugende Geschwindigkeiten. Das Ruder spricht direkt an, ohne nervös zu wirken, und vermittelt auch weniger erfahrenen Steuermännern ein sicheres Gefühl.
In Manövern bleibt die Yacht gut kontrollierbar und zeigt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stabilität und Wendigkeit. Damit eignet sich die Dufour 41 sowohl für entspannte Urlaubstörns als auch für längere Strecken mit wechselnden Bedingungen.
Innenraum: Flexible Aufteilung für unterschiedliche Anforderungen
Unter Deck setzt sich das Raumkonzept konsequent fort. Der Salon ist etwas kompakter gehalten, um Platz für großzügige Achterkabinen zu schaffen. Je nach Konfiguration sind bis zu vier Kabinen realisierbar. Auch die Anzahl der Nasszellen lässt sich variieren – bis zu drei sind möglich, wobei eine alternativ als Duschraum oder Stauraum genutzt werden kann.
Die Materialien wirken hochwertig und modern. Dufour bietet unterschiedliche Holzvarianten an, von hellen Ausbauten bis zu dunkleren, klassischeren Tönen. Große Fensterflächen sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre und lassen den Innenraum deutlich größer wirken, als es die reine Länge vermuten lässt.
Einsatzbereich und Zielgruppe
Die Dufour 41 richtet sich an Seglerinnen und Segler, die Wert auf viel Platz, einfache Bedienbarkeit und moderne Technik legen. Sie eignet sich sowohl für private Eigner als auch für den Chartereinsatz, bei dem variable Kabinenlayouts und ein großzügiges Cockpit besonders gefragt sind. Gleichzeitig bleiben die seglerischen Eigenschaften auf einem Niveau, das auch ambitioniertere Crews anspricht.
Fazit
Mit der Dufour 41 gelingt ein überzeugender Spagat zwischen Raumwunder und gut segelnder Fahrtenyacht. Das Schiff bietet außergewöhnlich viel Platz, ein durchdachtes Deckslayout und überraschend gute Performance – insbesondere bei leichtem Wind. Wer eine moderne, vielseitige Yacht mit klarer Linie und hohem Komfort sucht, findet hier ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket.
Review von Fridtjof Gunkel für Yacht
Im Yacht-Test vom 2. August 2023 nimmt Autor Fridtjof Gunkel die Dufour 41 unter die Lupe. Im Mittelpunkt stehen das konsequent auf maximales Raumangebot ausgelegte Konzept, das flexible Decks- und Innenlayout sowie die Frage, wie gut sich die voluminöse Zwölf-Meter-Yacht seglerisch schlägt. Der Test zeigt, wie sich die Dufour 41 zwischen komfortorientierter Fahrtenyacht und vielseitigem Allrounder für Eigner und Charter positioniert.
Dufour 41 – Von allem etwas mehr: Das Raumschiff im Test
Konzeption: Mehr Raum als zentrales Entwicklungsziel
Mit der Dufour 41 verfolgt die französische Werft konsequent das Ziel, in der Zwölf-Meter-Klasse ein Maximum an nutzbarem Raum zu schaffen. Das Konzept richtet sich klar an Seglerinnen und Segler, die viel Platz an Deck und unter Deck erwarten, ohne auf zeitgemäße Segeleigenschaften verzichten zu wollen. Die Yacht positioniert sich damit zwischen komfortbetonter Fahrtenyacht und vielseitigem Allrounder für Familie, Charter und längere Törns.
Rumpfdesign und Proportionen
Das auffällig breite Heck und die bis weit nach achtern geführte maximale Breite prägen das Erscheinungsbild der Dufour 41. Der durchgehende Chine sorgt nicht nur für Stabilität und Formsteifigkeit, sondern vor allem für erheblich mehr Volumen im Innenraum. Senkrechte Bordwände oberhalb der Kimmkante maximieren die nutzbare Breite unter Deck.
Auch das Vorschiff ist bewusst füllig ausgelegt. Diese Formgebung ermöglicht großzügige Vorschiffskabinen oder alternativ eine Aufteilung mit mehreren Kabinen. Die zahlreichen Fensterflächen im Rumpf und Aufbau sorgen für viel Tageslicht und unterstreichen den modernen, offenen Charakter der Yacht.
Cockpit: Großzügiger Lebensraum an Deck
Das Cockpit der Dufour 41 fällt außergewöhnlich groß aus und bietet ein Raumgefühl, das man eher von deutlich längeren Yachten kennt. Lange Sitzbänke, breite Durchgänge und ein zentral platzierter Cockpittisch schaffen einen komfortablen Aufenthaltsbereich für Crew und Gäste. Trotz der Dimensionen bleibt das Cockpit funktional: Die Wege zu Winschen, Steuerrädern und Arbeitsbereichen sind klar strukturiert und auch unter Segel gut nutzbar.
Die hohe Freibordlinie und die Breite des Cockpits tragen zusätzlich zu einem sicheren Gefühl an Bord bei – ein Aspekt, der insbesondere für Familien und Chartercrews relevant ist.
Deckslayout und Varianten
Dufour bietet für die 41 verschiedene Deckskonzepte an, die sich an unterschiedliche Segelstile richten. Je nach Ausführung wird die Großschot auf dem Kajütdach, weiter achtern oder im Cockpit geführt. Dadurch lässt sich der Fokus entweder stärker auf Komfort und freie Cockpitflächen oder auf aktives Trimmen legen.
Serienmäßig ist eine Selbstwendefock vorgesehen, was das Handling vereinfacht und die Yacht besonders einhandtauglich macht. Für ambitioniertere Segler sind zusätzliche Trimmoptionen vorgesehen. Ein fest integrierter Bugspriet übernimmt mehrere Funktionen gleichzeitig: Er dient als Ankergalgen und als Anschlagpunkt für Vorwindsegel.
Segelverhalten und Performance
Trotz des ausgeprägten Raumkonzepts zeigt die Dufour 41 im Test solide seglerische Eigenschaften. Bereits bei leichtem Wind kommt das Schiff zügig in Fahrt und erreicht ordentliche Geschwindigkeiten am Wind. Mit zunehmendem Druck bleibt die Yacht gut kontrollierbar und zeigt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Stabilität.
Das Ruder spricht direkt an und vermittelt auch bei mehr Lage ein sicheres Gefühl. Die Yacht reagiert gutmütig auf Steuerimpulse und bleibt berechenbar – Eigenschaften, die sowohl Einsteiger als auch erfahrene Crews schätzen.
Innenraum: Licht, Volumen und Flexibilität
Unter Deck setzt sich das Raumkonzept konsequent fort. Die Dufour 41 verfügt über eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Fenstern und Luken, wodurch der Innenraum sehr hell wirkt. Der Salon ist funktional gestaltet und etwas kompakter gehalten, um Platz für großzügige Kabinen zu schaffen.
Je nach Konfiguration sind zwei bis vier Kabinen realisierbar, kombiniert mit bis zu drei Nasszellen. Diese Flexibilität macht die Yacht sowohl für private Eigner als auch für den Charterbetrieb interessant. Die Pantry ist praxisnah angeordnet und bietet ausreichend Arbeitsfläche sowie Stauraum für längere Törns.
Materialien und Verarbeitung
Die Konstruktion von Rumpf und Deck erfolgt im Vakuum-Infusionsverfahren, was eine gleichmäßige Materialverteilung und saubere Oberflächen ermöglicht. Die Verarbeitung wirkt solide und hochwertig. Beim Innenausbau stehen verschiedene Holzvarianten zur Wahl, die den Charakter der Yacht von modern-hell bis klassisch-warm verändern können.
Einordnung im Marktumfeld
Mit ihrem ausgeprägten Raumangebot hebt sich die Dufour 41 klar von vielen Wettbewerbern in der gleichen Längenklasse ab. Das Schiff richtet sich an Segler, die viel Wert auf Wohnkomfort, Licht und variable Nutzung legen, dabei aber nicht auf vernünftige Segeleigenschaften verzichten möchten. Besonders im Charterumfeld spielt die Yacht ihre Stärken aus, eignet sich aber ebenso für private Langzeittörns.
Fazit
Die Dufour 41 überzeugt im Test als modernes Raumwunder mit ausgewogenen Segeleigenschaften. Sie bietet außergewöhnlich viel Platz an Deck und unter Deck, bleibt dabei gutmütig und kontrollierbar unter Segel. Wer in der Zwölf-Meter-Klasse eine helle, großzügige und vielseitige Fahrtenyacht sucht, findet in der Dufour 41 ein durchdachtes und zeitgemäßes Gesamtpaket.