Sun Odyssey 40-3

Die neue ist da! Mit der Sun Odyssey 40.3 hat Jeanneau kein neues Schiff entwickelt, sondern Modellpflege betrieben. Aufgrund ihrer Breite wirkt die Sun Odyssey zwar selbst von vorn kompakt, dennoch lässt sie sich gut durch die See dirigieren. Die Zeit der Mahagonihöhlen sind bei Jeanneau vorbei. Weiß abgesetzte Flächen dominieren. Gemütlich: Unter dem Cockpit und Seitendeck liegt es sich in der Achterkammer ruhig. Das gelungene Face-Lifting eines bewährten Modells.
Kategorie : Segelyacht | wong it! 4 Kommentare »
am 20. Februar 2008 um 11:16 Uhr | #
Bitte nutzen Sie diese Plattform, um anderen Segelkameraden bei der Auswahl der richtigen Yacht zu helfen! Was ist Ihnen bei der Sun Odyssey 40.3 aufgefallen? Hat sie besondere Segeleigenschaften, hat sie viel Platz, sind die Kojen bequem?
Schreiben Sie Ihre Meinung – das ist für uns und vor allem für viele andere Crews sehr wichtig!
am 11. Mai 2008 um 01:44 Uhr | #
Wir waren mit der Sun Odyssey40-3 “Josefine” Ende April 2008 für eine Woche mit 4 Mann ca. 340 nm unterwegs von Heiligenhafen – Glowe/Rügen – Gronesund – Smaland´s Fahrwasser – Spodsbjerg – Bagenkop – Laboe – Heiligenhafen. Bis auf die Wassertemperaturen und einen Tag Kaltwassernebel im Großen Belt eine schöne Rundreise. Das Schiff ist in einem tadellosen Zustand. Unter Deck kann von “Enge” keine Rede sein. Das Decks-Layout ist zweckmäßig, sehr gut zu handhaben auf einen Blick verständlich. Die Maschine ist sauber, die Leistung ist mehr als ausreichend. Wahrscheinlich deshalb ist der Verbrauch bei Marschfahrt eher unterdurchschnittlich. Den Dieseltank kriegt man in einer Woche mit absoluter Sicherheit nicht annähernd leer. Das Wichtigste: die Segeleigenschaften. Das Schiff macht einen eleganten Eindruck. So lässt es sich auch segeln. Im direkten Vergleich mit einer gleichgroßen Yacht konnten wir kontinuierlich Höhe und Geschwindigkeit gewinnen. Dabei fällt die Ausgewogenheit des Segel- und Lateralplanes (zumindest auf Am-Wind- und Halb-Wind-Kursen)auf. Zitat Rudergänger:”…läuft von allein…”
Ralph Nolting
Bielefeld
am 1. September 2010 um 21:29 Uhr | #
Wir waren im August mit 3 Ehepaaren unterwegs in der dänischen Südsee, um Fehmarn und an der Holsteiner Küste.
Wir hatten die Josefine gechartert, um einmal etwas Anderes zu segeln als immer nur Bavaria.
Erster Eindruck: gutes “an Bord” kommen, Oberdeck sehr rutschsicher (es schüttete gerade Badewannen), breite Laufdecks und aufgeräumte Plicht.
Unter Deck viel bessere Qualitätsanmutung der Hölzer als bei Bav.
Praktisch, wenn auch nicht kuschelig, die Kunstlederpolster. Die Kojen der Achterkammern sind gut zu beklettern. Vordere Kammer mordsgroß.
Wirklich gefallen hat mir das nette Detail, das der Kartentisch verschiebbar ist. Ich sitze gerne im Navschapp mit Blick nach achtern zum Mann am Rohr und das ging endlich! mal wieder. Der Kartentisch ist ausreichend groß, Ablagen und Bücherplatz sind aber eher knapp bemessen.
Und wie segelt sie sich und wie lebt es sich an und unter Deck?
Die Segel sind erfreulich gut, nicht so bauchig- ausgeleiert wie man es oft vorfindet. Die Genua steht auch gerefft (teilweise eingerollt) wirklich gut.
Das Groß (ja, ein richtiges Groß, eines zum Setzen, nicht zum Rollen) steht ebenfalls sehr gut. Das Einleinenreff (mußte mehrfach ran auf dem Törn) funktioniert perfekt, wenn auch etwas schwergängig an den Umlenkrollen. Nette Kleinigkeit, das Groß hatte Trimmstreifen am Achterliek. Findet man nicht so oft bei Charteryachten, sind aber gut fürs Feintuning.
Schade, daß das Achterstag keinen Spanner hat.
Die SO 40.3 ist kein Renner an der Kreuz. Mit viel Feintuning haben wir sie auch bei kräftiger Brise nur auf über 6 Knoten hieven können. Auch die Wendewinkel sind eher größer 100 Grad als kleiner. Gut geschrickt oder halbwinds läuft sie “lockerer”. Bei viel Wind, wir hatten oft 5 und in Böen mehr, haben wir sie über 7 Knoten geholt.
, dann fehlt an der Kreuz das Feedback am Rohr, man spürt auch dann nichts, wenn sie stark luvgierig getrimmt ist. Das macht das Austrimmen und das Rudern an der Kante schwieriger.
Für das entspannte Cruisen ist die Ruderauslegung ok, wenn man im Race-Mode ist (anderer Segler in der Nähe
Der Platz in der Plicht ist ausreichend. Auf der hohen Kante sitzt man wirklich! sehr bequem; Crew wie Rudergänger.
Unter Maschine ist die Josefine kinderleicht zu manövrieren. Sie hat ausreichend Leistung und schon bei minimaler Fahrt achteraus eine sehr gute Ruderwirkung.
Der Verbrauch ist, wenn man so um die 4,5 bis 5 knots läuft ein Witz: 1 Liter pro Stunde ist “fast” nichts.
Unter Deck ist für 6 Erwachsene mehr als ausreichend Platz. Beide Bongos sind sehr groß. Die Back ist ausreichend. Der Kühlschrank ist so riesig, daß wir trotz viel Einkaufs sogar das Flens immer in ausreichender Menge vorkühlen konnten.
Überhaupt, Stauraum ist reichlich vorhanden unter allen möglichen Bänken und Kojen. Dafür ist der Schrankplatz sehr knapp. Wenn man mit der Unordnung in Schwalbennestern leben kann, ist das aber ok.
Die Bauqualität scheint gut zu sein; auch bei viel Druck im Schiff funktionierten alle Türen, nichts knarrte. Das schafft Vertrauen, gerade wenn Teile der Crew unerfahrener sind.
was heute auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Alle Luken waren dicht(mehrfache Süß- und Salzwassertests
Fazit: für Crews von 6 Erwachsenen und mit so unterschiedlichen Erfahrungen wie bei unserem Törn, ein wirklich gutes Schiff zum Cruisen.
am 20. September 2011 um 15:18 Uhr | #
Wir waren mit der Josefine drei Wochen im Sommer unterwegs: Heiligenhafen – Bornholm – Stockholm – Gotland – Bornholm – Rügen – Warnemünde – Heiligenhafen und sind sehr gut mit ihr ausgekommen.
Gerade für eine entsprechend lange Zeit und die fast volle Besatzung von sieben Leuten bietet sie mehr als genug Platz und Komfort um nicht dem Bordkoller anheim zu fallen. Auf Deck bietet sich ein ähnliches Bild: das Boot ist übersichtlich gestaltet es ist überall ausreichend Platz um mit vielen Leuten an Deck zu sitzen oder zu liegen.
Die Segeleigenschaften sind sehr gutmütig, fast schon ein bisschen zu sehr, da darf man sich keinerlei sportlichen Illusionen hingeben. Großer Vorteil war aber daß die Josefine trotz teilweise windiger Verhältnisse um acht bis neun Bft auf der ‘offenen’ Ostsee sehr entspannt auf dem Ruder lag und zu jeder Zeit ihre gutmütigen Segeleigenschaften beibehielt.
Allerdings geht dies auf Kosten der Geschwindigkeit (neun kn bei raumem Wind mit sieben Bft in der Warnemünder Bucht). Gerade bei auffrischendem Wind wird das Großsegel schnell überflüssig da das Schiff unter Genua bzw Fock deutlich ruhiger und gerader liegt und die Geschwindigkeit von ca 6,5kn im Schnitt beibehält.
Schön war auf jeden Fall dass wir mit der Josefine keine größeren Probleme irgendeiner Art hatten – es war wie es sein sollte: einsteigen, losfahren, ankommen. Alle Luken waren dicht, die Steuerung einwandfrei, keine Probleme mit der Elektrik oder dem Motor – ungewöhlich erfreulich.
So gesehen kann man dieses außerordentlich gutmütige Schiffchen gerade für große Crews bedenkenlos weiterempfehlen! Auf unseren 1200 sm hat sie uns gute Dienste geleistet und immer heil ans Ziel gebracht. Positiver Nebeneffekt den auch die Vorredner schon bemerkt haben: nach drei Wochen hatten wir nicht mal 50l Sprit verfahren.