Oceanis 46

Schreiben Sie hier ihre Meinung zu unserer Oceanis 46, oder lesen Sie Statement und Meinungen von Crew die Ihre Yachtcharter Ostsee auf der Oceanis 46 verbrachten.
Kategorie : Segelyacht, Segelyachten | wong it! Ein Kommentar »

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am 10. Juni 2010 um 10:52 Uhr | #
Moin, Moin!
Ja, wir haben die Oceanis 46 „Suerte“ vom 15.05.2010 bis zum 21.05.2010 ab Flensburg gesegelt. Rechts drehende Schraube. Gashebel ist bei dem steuerbordseitigen Ruderrad.
Das Boot ist für eine Crew von 10 Personen ausgelegt, wenn man die Anzahl der Rettungswesten zu Grunde legt.
Unsere Crew bestand „nur“ aus 6 Personen. Damit war zumindest der Salontisch beim Dinner voll belegt.
Mehr als 8 Personen sind in keinem Fall zu empfehlen.
Die Kojen im Achterschiff sind von der Größe her ausreichend für zwei. Die Steuerbord angebrachte Vorschiffskammer, belegt mit 2 Kojen ist dagegen für normal wüchsige Menschen zu klein geraten.
Außerdem fehlt es in der Kammer an Stauraum. Es sind auch keine Haken oder Ähnliches vorhanden, um irgendwelche Sachen aufhängen zu können.
Die „Eignerkoje“ ist dagegen für eine Person gut gebaut. Es gibt Schrankraum, Ablagen, Steckdose, usw.! (Das Bild im Datenblatt zeigt aber ein anderes Modell.)
Zu den Segeleigenschaften ist zu sagen, dass das Boot etwas mehr Wind benötigt. Hat ja auch laut Beschreibung 10 t Gewicht. Die Segel sind schon etwas strapaziert worden was sich in einer mächtigen Kralle am Achterliek der Genua bemerkbar machte. Trotzdem läuft das Boot noch eine recht gute Höhe am Wind. Bei 5-6 Beaufort läuft die „Suerte“ mit halbem Wind dann recht gute 8,2 Knoten.
Es liegt ausgewogen am Ruder und reagiert sehr schnell aufs Ruderlegen.
Das Großsegel wird normal gesetzt und steht noch recht gut. (Funktioniert mit einer elektrisch angetriebenen Winsch fast wie von selber. Besser 2 Personen einsetzen, da das Segel nicht so gut unter der Hutze zu sehen ist.) Allerdings ist der Baum sehr hoch angebracht, so dass kleinere Personen den Kopf des Segels kaum oder gar nicht erreichen können. Somit fällt auch das Schließen des Segelkleides etwas schwerer.
Die Navigation war mit einem Kartenplotter bestückt, der aber nur von den Steuerrädern her sichtbar war. In der Navigationsecke waren weder Logge, Echolot geschweige denn Tochterinstrumente des Plotters zu finden. Schalttafel, Wetterfax und Funkanlage sind die einzigen sichtbaren Gerätschaften in der Navi-Ecke.
Unter einem Deckel war allerdings ein Schnittstellenkabel für einen Laptop versteckt.
Da an beiden Steuerrädern natürlich auch ein Kompass steht, sollten diese auch die gleichen Werte anzeigen. 20 Grad Unterschied ist doch etwas viel. Rann an den Dalben!
In der Kombüse war alles soweit OK. Nur der Backofen wollte nicht so wie wir wollten. Er blieb daher kalt. Nach der Rückkehr wurde uns dann mitgeteilt, dass es wohl ein Problem der Verschmutzung war.
Apropos Verschmutzung: Bei der Übergabe war das Boot in einem nicht so sauberen Zustand wie wir es von 1. Klasse Yachtcharter her kennen. Auch war die Übergabe nicht so professionell wie z.B. in Heiligenhafen. Das die Relingsdrähte ziemlich hinüber waren wurde von uns sofort reklamiert.
Wird aber wohl nicht mehr so genau genommen. Auch waren an verschiedenen Stellen Schäden im Gelcot zu verzeichnen. Kann aber auch produktionsbedingt sein.
Aber im Großen und Ganzen ein sehr schönes Boot. Für eine Chartercrew von unserer Dimension, bis auf die Steuerbordkoje, ausreichend!
Für alle weiteren Crews, Mast- und Schotbruch!