Oceanis 343


Die größte Werft der Welt hat eines ihrer beliebtesten Schiffe abgelöst. Die 343 komplettiert die erfolgreiche Oceanis-Linie. Beneteaus Oceanis 343 vermittelt bei mäßiger Brise viel Spaß und trifft damit den Nerv der Zeit. Schönes Detail an Deck: Wird das Rad an der Steuersäule seitlich weggeschwenkt, bietet die 343 viel Bewegungsfreiheit im Hafen. Der Salon wirkt gestreckt und außerordentlich hell. Es gibt zwar keine verschließbaren Schapps, aber die Pantry mit Frontlader-Kühlschrank ist sehr geräumig. Seltenes Detail: Ein Fenster im Heckspiegel erhellt die Achterkammer an Backbord. Ein tolles Schiff für die preisbewusste 6-Mann-Crew..

Kategorie : Segelyacht | wong it! 6 Kommentare »

6 Reaktionen zu “Oceanis 343”

  1. charterzentrum

    Bitte nutzen Sie diese Plattform, um anderen Segelkameraden bei der Auswahl der richtigen Yacht zu helfen! Was ist Ihnen bei der Oceanis 343 aufgefallen? Hat sie besondere Segeleigenschaften, hat sie viel Platz, sind die Kojen bequem?

    Schreiben Sie Ihre Meinung – das ist für uns und vor allem für viele andere Crews sehr wichtig!

  2. Michael Bilo

    Das Fazit nach 2 Wochen Törn im Juli 2009: Die geeignete Yacht für einen Familientörn: Viel Raum, gut ausgestattet und gepflegt!

    Im Einzelnen: Die Donald hat wirklich enorm viel Platz unter Deck. Sie war sehr gut ausgestattet. Der sehr kleine Navi-Platz (ohne GPS-Tochter!) stört zumindest mich. Es gibt doch noch die klassischen (Papierkarten-)Navigatoren…Erstaunlich, dass trotz zweier Achterkabinen noch eine Backskiste vorhanden ist, die diesen Namen verdient. Mehrere Fender und Festmacher konnten hier untergebracht werden. Toll! Bei allem Raum auf und unter Deck segelt sie – zumindest mit einem Schrick in den Schoten – durchaus gut. Lediglich Höhe kneifen nimmt sie mit Geschwindigkeitsverlust übel. Segel, laufendes und stehendes Gut sind sehr gut in Schuss. Eine breite Travellerschiene ermöglicht den Feintrimm, der sich z.B. bei Schwachwind wirklich lohnt! Vorsicht ist geboten beim Großfall. Dieses kann sich, wenn das Fockfall aus seiner Klemme am Mast rutscht, genau in dieser Klemme ungewollt festziehen, was nur schwierig rückgängig zu machen ist (man zieht in Klemmenrichtung). Gewöhnungsbedürftig ist das schwergängige Ruder, was wohl an der Selbststeueranlage liegt. Diese beeinflusst m.E. auch spürbar den Magnetkompass. Wegen des Kartenplotters am Steuerstand ist jedoch der wahre KüG dort einfach abzulesen.

    Bei unserem Törn in die dänische Südsee konnten wir die breite und gut zugängliche Badeplattform häufig nutzen. Ich kann die DONALD nur empfehlen, wenn nicht wirklich sportliches Segeln im Vordergrund steht.

  3. Frank Hintze

    Wir haben zu viert eine Woche lang die Oceanis 343 genutzt und waren über die sehr guten Segeleigenschaften positiv überrascht. Wir konnten mühelos mit größeren Schiffen mithalten. Innen ist der Ausbau sehr gelungen und es fehlte nichts. Die technische Ausrüstung war komplett und im guten Zustand.Wir würden das Schiff noch einmal charten.

  4. Hubertus Samson

    Wir waren eine Woche mit 7 Personen unterwegs. Für die Größe bietet die Oceanis 343 viel Platz. Die Yacht ist in einem guten Zustand. Da viel Platz bei 10,83 m jedoch nicht im Überfluss zur Verfügung steht, ist der Navi-Platz “fast” verschwunden, daher nur logisch, dass dort auch keine Navi-Instrumente zu finden sind. Wer auf Kartennavigation (analog) nicht verzichten möchte, muss sich vom Rudergänger die Daten “rufen” lassen.
    Der Plotter am Ruderstand funktioniert allerdings sehr gut.

    Seglerisch verhält sich die Oceanis artgerecht, wer nicht zu hoch am Wind knüppelt und das Groß flexibel fährt, kommt gut voran. Die Yacht hat bei Vollzeug und ab WS4 eine Tendenz schnell aus dem Ruder zu laufen. Wer aber das Groß schnell fiert, hält die Yacht auf Kurs.

    Das Großfall kann sich am Mast in der Klemme verängen, da sollte immer einer am Mast stehen (siehe Kommentare weiter oben).

    Auch der Blister läßt sich gut bedienen und bringt die Yacht schnell auf 7 bis 8 Kn. Das Bergesystem funktioniert gut, vorsicht aber bei mehr Wind (max bis 3-4 WS). Ich baue am Hals immer ein “Quick Release” ein, um bei Gefahr schnell den Druck ablassen zu können.

    Die Segelyacht “Donald” ist auf jeden Fall zu empfehlen.

  5. Klaus Braeske

    Wir waren zu 5 Erwachsenen und 1 Kind in der dänichen Südsee unterwegs.Auffallend war der geringe Stauraum im Vergleich zu Bavariayachten,die ich meistens chartere.
    Dafür bietet sie aber großzügigere Achterkabinen,wenn auch bei insgesamt kleinerem Salon.Der große Kühlschrank hat auch seine Nachteile,Kälte verflüchtigt sich bei offener Tür schneller als bei Kühlschränken ,die von oben beladen werden.
    Schön ist das klappbare Steuerrad,die Navigations-
    angebote am Steuerrad und die elk.Ankerwinsch,aber Achtung die Badeleiter ist nicht zum Festhalten gedacht,da nur mit Klettverschluß gesichert,das führte bei uns zu einem ungewollten Ostseebad in voller Montur.
    Alles in allem aber ein schönes Boot mit guten Segel-
    eigenschaften und ich kann es weiter empfehlen.

  6. Berthold Hebel

    Hier mal ein Kommentar “von Anfänger zu Anfänger”, was das Segeln auf Fahrtenyachten dieser Art betrifft. Die DONALD war mein zweites Boot bisher, spontan als one-way Überführungstön gebucht. Ich hätte mir das Boot für eine länger geplante Charter wohl nicht ausgesucht, weil es

    - kein Bugstrahlruder
    - keine Funkanlage
    - und Lattengroß statt Rollgroß

    hat. Das Handling mit dem Lattengroß kannte ich noch nicht, und ich muss sagen: Ganz easy, Leute! Das Setzen ist ohnehin so einfach wie bei der Rollgross-Anlage, und die zwei Reff-Stufen lassen sich sehr einfach aus dem Cockpit mit Einleinen-Reffleinen beiziehen. Nur zum kompletten Bergen des Großsegels muss einer an den Mast ran und das runter kommende Tuch etwas beiholen, aber auch bei einer Rollreffanlage muss man (zumindest beim Setzen) zum Mastfuß, um den Sperrhebel umzulegen. Lattengross – jederzeit wieder!

    Die fehlende Funkanlage – nun ja. Etwas mulmig kann einem schon werden, am letzten Oktoberwochenende auf der dann einsamen Ostsee, weit und breit kein anderes Schiff, Handy’s ohne Netz im Fehmarnbelt. Keine SART, keine EPIRB, kein AIS. Wer würde die Raketen im Notfall bei dem Nebel denn sehen? Und über die an Bord befindliche “personal locating beacon” schreibt mein Lehrbuch
    “Schifffahrtsfunk” unfreundliches wie ” … hiervor sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt … wird im Zweifel als Fehlalarm gewertet …” Also, Nerven bewahren und sich über sein eigenes Sicherheitsbedürfnis im klaren sein.

    Das fehlende Bugstrahlruder bescherte uns als 2-Mann-Crew natürlich genau die Situationen, die ich gerne vermieden hätte: Gnadenloses seitliches Vertreiben in der weitgehend leeren Boxen-Reihe, in der einem nicht mal die Fender des Nachbar-Bootes oder eine gespannte Leine zwischen den Pollern aufhalten. Unheimliche Rödelei, hier muss ich sagen: nächstes mal wieder mit elektrischem Helferlein!

    Last not least: Das Boot hat meines Erachtens eindeutig KEINE linksgängige Schraube, auch wenn die techn. Beschreibung das behauptet, denn es stellt sich bei Rückwärtsschub im Stand ein sehr kräftiger Radeffekt nach Backbord ein! Viel stärker als bei einem Saildrive, unbedingt vor kniffligen Manövern ausprobieren!

    Ansonsten prima Boot, empflehlenswert.


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