Hunter 320


Schon von außen sieht die kleine Hunter 320 futuristisch aus. Mit dem steilen Steven und dem ausladend gerundeten Heck sieht sie schnell aus. Die unterschiedlich geformten getönten Fenster in Rumpf und Deckshaus zwingen einen, immer wieder hinzugucken. Sie ist eine auffallende Erscheinung. Unter Deck kann sich dieser Eindruck durchaus fortsetzen, denn auch hier sieht man viel unkonventionelles. So schläft die Achterkammercrew querschiffs, was viel Platz bedeutet. Auch im Salon geht es witzig zu: Mit dem abgeschrägten Tisch und dem Schreibbrett für die Kartenarbeit am Mastschott. Pantry und WC-Raum sind groß und funktionell überzeugend geraten. Über die See- und Segeleigenschaften dieser Yacht wird nur positiv berichtet. Das ist auch kein Wunder, denn Hunter-Yachten mussten sich schon immer in besonders rauhen Revieren behaupten.

Kategorie : Segelyacht | wong it! 7 Kommentare »

7 Reaktionen zu “Hunter 320”

  1. charterzentrum

    Bitte nutzen Sie diese Plattform, um anderen Segelkameraden bei der Auswahl der richtigen Yacht zu helfen! Was ist Ihnen bei der Hunter 320 aufgefallen? Hat sie besondere Segeleigenschaften, hat sie viel Platz, sind die Kojen bequem?

    Schreiben Sie Ihre Meinung – das ist für uns und vor allem für viele andere Crews sehr wichtig!

  2. Protzner, Sven

    Die CHANSK (Hunter 320) ist so wie oben beschrieben eine chicke und origenelle Yacht. Wir haben sie zu zweit genutzt und lebten in ihr 3 Wochen komfortabel. Ihre Segeleigenschaften sind gut: stabil, auch bei rauhem Wind, und dennoch auch bei leichtem Wind schnell. Der kostenlose Gennaker ist ein Segen und bietet Zusatzspaß! Ruder gut ausballanciert, wirksamer Autopilot, wendefreundlich auch im engen Hafen. Unter Deck alles hell und wohnlich. Der Stauraum war für zwei Personen ausreichend, allerdings ohne Platz für Bordfahrräder. Nach nun 7-8 Jahren Charterbetrieb müsste allerdings so manches an der Yacht erneuert und gewartet werden.

  3. Peter Holthusen

    Der Internet-Auftritt mit vielen Informationen und Tipps über Charter aber insbesondere die Bezeichnung „1. Klasse Yachten“ erwecken Erwartungen.
    Die Hunter 320 hat ein gefälliges Äußeres und bietet bei einer Belegung von 3 Personen ausreichend Platz. Es fehlen Ablageflächen und es sind keine Haken für Jacken usw. vorhanden.
    Die Übergabe in Flensburg erfolgte von freundlichen Leuten, die auch beim Gepäck behilflich waren. Die Marina ist sehr modern und ebenso das Sanitärgebäude. Das Auto kann 1 Woche für €20,- in einem Bunker geparkt werden: Eine Sorge weniger.
    Die Übergabe der Yacht erfolgt dann durch den Bootsmann, der die Vollständigkeit des Inventars und die Funktion der Geräte erklärt. Hier merkten wir doch schon bald, dass die Yacht einige Jahre im Charter läuft und dann doch nicht immer perfekt gewartet worden ist.
    -Der Motor sprang erst nach dem dritten Versuch an. Es kann ja sein, dass der Bootsmann den Starterknopf nicht stark genug gedrückt hatte.
    -Der Windmesser geht gar nicht
    -Im Kompass ist eine Luftblasen, die das Ablesen auf Grund der Verkleinerung stark beeinträchtigt. Kommentar Bootsmann: Der Kompass funktioniert!
    -Die Sauberkeit läßt zu wünschen übrig
    Unser Hinweis, dass wir eine 1. Klasse Yacht gebucht haben wurde mit folgenden Worten beantwortet: Der Windmesser läßt sich nur durch Legen des Mastes reparieren und das geht jetzt nicht. Der Eigner müßte einmal €5000,- ausgeben, um die Yacht in einen vermietbaren Zustand zu bringen. Wir wundern uns.
    Wir fahren noch am Nachmittag auf die Förde und kamen dabei in einen Regenguss. Nun offenbart sich, dass die Sprayhood total undicht war und das Wasser in den Innenraum tropfte. Wir reklamieren das. Die dann erfolgte Imprägnierung brachte, wie wir später feststellen mußten, überhaupt keine Besserung.
    Am nächsten Tag geht es in Richtung Sonderburg. Wir wollten ja auch segeln. Bei einem Aufschießmanöver spring der Motor nicht an, obwohl wir den Starterknopf kräftig drücken. Erst nach dem vierten Mal drücken springt der Motor an.
    Nun fliegt bei Schräglage das Radio aus der Wand. Uns wird die Sache unheimlich, so dass wir dann doch die Geräte im Detail überprüfen. Wir stellen fest, dass das UKW-Gerät vom GPS keine Position erhält. Die Kabel sind zwar da, sind aber offensichtlich nie verbunden worden. Das kann in einem Notfall lebenswichtig sein. Das GPS ist antiquiert und hat auch keine Tochteranzeige im Cockpitt. Wie sollen wir denn da steuern? Also alt hergebracht per Seekarte vom Kartentisch aus.
    Der Wind nimmt zu und wir entscheiden, gegen den Wind per Motor zu fahren. Beim Anlassen sind wir geduldig. Diesmal sind nur 3 Versuche nötig. Wind und Wellen kommen von vorn. Unser Log pendelt jetzt zwischen 0 und 2 Knoten. Das kann doch wohl nicht sein! Mindestens 4 Knoten hatten wir erwartet. Also, der Motor ist viel zu schwach, was uns in den Marinas beim Manövrieren dann auch Schwierigkeiten bereitete. Denn jetzt hatten wir Windstärke 6-7.
    Der Notdienst schickt uns dann nach Söby einen Mechaniker, der sich um die Startprobleme kümmerte. Er stellte schnell fest, dass der Anlasser defekt ist. Eine Rückfrage ergab, dass ein Ersatzanlasser nicht zur Verfügung steht und eine Reparatur unseres Anlassers zwei Tage dauern würde. Der freundliche Mann gab uns den Tipp, bei Anlasserversagen mit einem Hammer auf den Anlasser zu schlagen. Wir mußten die € 112 erst einmal bezahlen, ohne dass wir eine akzeptable Lösung erhalten haben. Wir konnten ja nicht 2 Tage warten.
    Eigentlich hatten wir keinen Abenteuerurlaub gebucht. Wir haben schon Boote in Holland und Frankreich gechartert und somit doch einige Erfahrungen gemacht. Aber warum mußten wir diesmal so viel Pech haben?

  4. Dirk Kadach

    Zum Kommentar von Herr Holthusen lässt sich aus Sicht des Vercharterers noch einiges sagen. Diese Forum sollte eigentlich dazu da sein, anderen Seglern durch konstruktive Beiträge eine Entscheidungshilfe zu geben, die richtige Yacht zu wählen. Das polemische Aufzählen technischer Unwägbarkeiten, die auch bei einer neuen Yacht auftreten können, hilft niemandem weiter. Zu den Punkten im Einzelnen:

    Das verauslagte Geld für den Techniker wurde selbstverständlich am Montag nach Rückgabe auf die angegebene Bankverbindung überwiesen. Ein durchaus normaler Vorgang, dass man unterwegs technische Hilfe in Anspruch nimmt und die Rechnung dafür verauslagt. Solche Auslagen werden gegen Vorlage der Rechnung umgehend erstattet. Der Anlasser funktioniert weiterhin prächtig, die Fachwerkstatt vor Ort konnte keinen Defekt finden, ausser der Crew von Herrn Holthusen hatte in der ganzen Saison keine Crew mit dem Anlasser Problem. Einige dänischen Firmen bauen immer sehr schnell neue Anlasser ein und kassieren dafür überzogene Gebühren, hier ist die Rücksprache mit dem Vercharterer immer sehr wichtig!

    1) Sprayhood undicht
    Sie haben Recht, die Sprayhood ist leider nicht wasserdicht. Der Stützpunktleiter hat den Stoff noch versucht zu imprägnieren, aber das hat leider nicht ausgereicht. Wir werden für Ersatz sorgen. Eine Sprayhood sollte gegen Spritzwasser schützen, das einige Tropen durch den Stoff kommen, sollte allerdings nicht so gravierend sein.

    2) Windmessanlage defekt
    Sie haben Recht, die Windmessanlage ist nicht reparabel beschädigt, Ersatz kann leider erst bei gelegtem Mast montiert werden. Der Austausch wird im Winter erfolgen.

    3) Magnetkompaß hat eine Differenz zum GPS und Autopilot
    Das ist normal

    4) GPS keine Verbindung zum Funkgerät
    Das ist kein Muss und war bisher nicht vorgesehen. Der Stützpunktleiter hat Ihnen angeboten, diese Verbindung herzustellen, wurde von Ihnen aber nicht gewünscht.

    5) Lampe bei Kartentisch geht nicht
    Ging bei Übergabe, ist während des Törns durchgebrannt. Das ist normal.

    6) Radio kommt bei Lage aus der Wand
    Ist bisher noch nicht aufgetreten, danke für den Hinweis.

    7) Keine Mittelwelle im Radio
    Sie haben ein UKW-Funkgerät an Bord, wir versenden kostenlos SMS mit Wettervorhersagen, es gibt an Bord eine Liste mit den Sendezeiten aller auf UKW gesendeten Wetterberichte. Man bekommt heutzutage leider kaum noch Radios mit Mittelwelle gekauft

    8) Wasser in Spülbecken läuft langsam ab
    Das ist bauart-bedingt und lässt sich leider nicht ändern.

    9) Halterung für Bootshaken und Decksbürste nicht vorhanden
    Diese Yacht bieten genug Stauraum, das sollte kein Problem sein. Kleiderhaken werden jeder Crew auf Wunsch angeschraubt.

    10) Luke im Vorschiff tropft
    Da haben Sie leider Recht, die Luke ist leicht verzogen und tropft. Wir werden im Winter diesen Mangel abstellen.

  5. Mark Sawyer

    Ich war im August mit der “Chansk” unterwegs und bin sehr zufrieden mit dem Schiff gewesen. Die Windmessanlage geht nicht, das “Tropfen” der Vorschiffsluke ist uns nicht aufgefallen. Wir haben uns über die vielen Mängel unser Vorcrew gewundert, wir sind schon in paar mal mit der “Chansk” gefahren und waren immer zufrieden. Auch dieses Mal!

  6. Robert Borgloh

    Törn 03.-06.06.2010
    Die Chansk ist sparsam ausgestattet (keine Windmessanlage, kein Plotter), aber das macht nichts wenn man nur segeln will, das geht mit Windex und Karte auch. Die Segelleigenschaften fanden wir gut.
    Die Achterkajüte ist sehr geräumig für 2 Erwachsene, das Vorschiff dagegen zu knapp für 2 Erwachsene.
    Viel Platz im Cockpit, aber leider sehr gefährlicher Bügel. Mitsegler sind dort mehrfach mit dem Kopf angestoßen bei Manövern und Bewegung über das Schiff. Abpolsterung oder Auffütterung mit Schaum kann helfen.
    Kleinere Mängel wurden gemeldet und können am Stützpunkt behoben werden.
    Für einen Törn mit 2 Erwachsenen würden wir die Chansk wieder wählen, mit 4 Erwachsenen eher nicht wegen der kleinen Vorschiffskajüte.

  7. Bert van Seters aus Holland

    In 2008 sind wir 3 Wochen mit dem Chansk unterwegs gewesen, und jetzt wieder 3 Wochen. Wir bestätigen die notierten Erfahrungen: Den Chansk bietet für 2 Personen viel Raum und Gemütlichkeit. Die Bordfahrrähder konnten wir mühelos (aber gut geschützt) auf den vorderen Betten unterbringen. Für eine “Comfortboot” segelt den Chansk besser wie man auf ersten Anblick erwarten soll. Positiv sind weiter die Hecksitzen und grosse Kühlbox.
    Negativ ist das Motor mit zu wenig Leistung bei rauhes Wetter und den Verschleiss/Mängel wo an sich 8 Jahren Charter sehen lassen. Und für Holländer wie ich bin fördert es etwas um unter Deutche Flagge zu segeln.
    Das alles im Betracht genommen schauen wir wieder zurück auf ein angenehme und gelungene Törn. Da in spielen auch A-1 Charter und die sympatische Mitarbeiter eine Rolle.
    Die deutsche Sprache ist für mich eine Fremdsprache, ich bitte die Leser mir zu entschuldigen für die Fehler.

    Die Alter-bedingte Mängel habenwir auch erfahren, und jetzt mehr wie in 2008. Einige sind repariert, einige sind neu da zu gekommen. Gemessen an dem Preis konnten wir gut mit das gebotene leben. S


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