Beneteau Cyclades 39


Das moderne Sechspersonenschiff Beneteau Cyclades 39 aus Frankreich kann mit Raum überzeugen. Die beiden nebeneinander liegenden Achterdoppelkammern nehmen allein 40% der gesamten Schiffslänge ein, die Vorräume vor den eigentlichen Kojen reichen von einer Bordwand zur anderen. Das ist einmalig bei dieser Bootsgröße! Dagegen ist die Vorschiffskammer deutlich kleiner geraten, dafür aber sehr gemütlich. Im Salon herrscht das übliche Ambiente einer Tourenyacht: große Nasszelle an Backbord, Navigation an Steuerbord, U-Sofa mit festem Tisch und zusätzlicher Bank vor der lang gestreckten Pantry. Deckslayout und Cockpit sind hochmodern und funktionell. Radsteuerung und Winschen liegen richtig platziert für Rudergänger und Crew. Die Rettungsinsel wurde konsequent hinter dem riesigen Cockpit im Heck untergebracht, wo sie nicht stört, aber dennoch sofort einsatzbereit ist.

Kategorie : Segelyacht | wong it! 3 Kommentare »

3 Reaktionen zu “Beneteau Cyclades 39”

  1. charterzentrum

    Bitte nutzen Sie diese Plattform, um anderen Segelkameraden bei der Auswahl der richtigen Yacht zu helfen! Was ist Ihnen bei der Beneteau Cyclades 39 aufgefallen? Hat sie besondere Segeleigenschaften, hat sie viel Platz, sind die Kojen bequem?

    Schreiben Sie Ihre Meinung – das ist für uns und vor allem für viele andere Crews sehr wichtig!

  2. Friedo Radloff

    Wir hatten die Evita für 3 Wochen vom 19.6.-09.07.2010. Die Crew bestand aus 2 Pärchen, die dritte Kammer war als Gästekammer für einen zeitweise an Bord befindlichen Gast eingeplant und diente ansonsten als Kleiderkammer. Wie immer gilt der Grundsatz: Mit 6 Mann, also einer Vollbelegung auf der Yacht wäre es eher eng geworden, 2 Mann weniger als feste Kojen sind immer gut. Vorne fehlen Leselampen, die vorhandene Leuchte ist ergometrisch falsch plaziert.

    Das Raumangebot ist gut bis sehr gut, wenngleich man sich fragt, ob das 2. Klo vorne im Dreieck wirklich notwendig ist, denn es verringert die an sich vorhandene Größe des Dreiecks doch substantiell. Vorne sollten nur kleinere Crewmitglieder schlafen.

    Im Salon stört die Sitzbank vorf dem Tisch mehr , als dass sie wirklich nützt. Sie ist zwar als Stauraum gut geeignet, aber doch sehr eng am Tisch, so dass man dort nicht wirklich bequem sitzt und stört im übrigen bei Wirtschaften in der Küche. Der vercharternde Eigner sollte sich überlegen, ob er diese Bank aus- und einbaubar gestaltet´, was mit einfachsten Mitteln zu machen wäre,und es der jeweiligen Crew überlassen, ob sie das Teil haben will oder nicht.

    Stauräume sind wirklich genug an Bord,es ist eine Freude, auch was deren Zugänglichkeit angeht.

    Die Toiletten bedürfen der Überprüfung, denn das in den Fäkaltank abgepumte Wasser drückt von dort wieder hoch. Das ist zum Teil konstruktionsbedingt, weil die Fäkaltanks höher liegen als das Klo und bei Hafenliegetagen man schon mal “gelb” sieht, wsas nicht jedermans Sache ist…..

    Die gesamte Elektrik, insbesondere der Kühlschrank sind sehr gut, keinerlei Beanstandungen. Die sonstige AUsstattung ist o.k. , wenngleich´ hier nach dem Start der Reise so das eine oder andere Detail fehlte, nichts davon hat uns aber die Laune versauert, es kam eher der Eindruck auf, das das Schiff aus der Charter zuvor spät reingekommen war und die Unter-Deck-Vorbereitungen eher flüchtig waren. Das sieht man nicht auf den ersten Blick und manche mögen solche Deitails für pingelig halten, aber wenn schon z.B. der Vor-Charterer stumpfe Bleistifte zurückläßt, dann ist es Sache der Firma, hierauf ein Auge zu haben und mal schnell die Bleistifte anzuspitzen, das wäre dann wirklich 1.Klasse. Wie gesagt,l nichts lebenswichtiges,aber es gilt für 1.Klasse ja, einen Ruf zu verteidigen.

    An Deck fällt die große Plicht mit zwei Steuerständen auf, für Langfahrten ein wirklicher Segen. Das gilt auch für den gut funktionierenden Cockpit-Tisch. Manche werden Teak an Deck vermissen, das ist aber Geschmackssache und in Wahrheit nicht lebenswichtig. Gut ablesbare Instrumente sind da wichtiger, einschließlich eines präzise funktionierenden Autopiloten. Einzig schade ist die baubedingte zu tiefe Anordnung des Plotters. Das Radar funktioniert gut.

    Es gibt ein technisch gut funktionierendes Bugstrahlruder, was bei Ablegen mit starkem seitwärts auftreffenden Wind aber schnell an die Grenzen kommt, wie übrigens bei allen Bugstrahlrudern (Bavaria/Hanse), die ich bisher gechartert hatte.

    Wirklicher Minus-Punkt “an Deck” sind die Festmacher-Leinen. Die Tendenz der Eigentümer oder des Unternehmens, hier eher billiges Material zu verwenden verägert jedesmal wieder. Wann endlich gibt es hier mal sinnvolle Abhilfe.

    Die Segeleigenschaften der Yacht sind gerade unter Langfahrtgesichtspunkten gut. Das Lazy-jack System funktioniert fehlerfrei,

    Wir haben die Yacht als ein sehr angenehmes, verläßliches Schiff empfunden, bei 4 Mann mit sehr viel Raum-Angebot , wer mit dem “Plastik-Schüssel-Eindruck” an Deck leben kann, wird überrascht durch eine praktische und gemütliche , holzbetonte Innenausstattung.

    Wir werde in 2011 die Evita erneut chartern, wenn man uns denn läßt und nicht andere die Yacht vor uns wegschnappen.

  3. Klaus

    Die Übernahme und die Rückgabe der Yacht war bisher die Beste, die wir hatten. Alles ist sehr gut organisiert und geht schnell und effizient.

    Wir waren eine Woche mit insgesamt 6 Personen (davon 2 Paare) bei wunderschönem Wetter unterwegs mit viel Sonne und überwiegend mäßigem Wind.

    Bei schwachen Winden läuft die Yacht am besten auf Halbwind- bis leichtem Am-Wind-Kurs. Den kostenfreien Genacker hatten wir fast täglich in Nutzung. Es war das ideale Wetter dafür. Bei stärkerem böigem Wind läuft sie unruhig, kommt schnell ins Rollen und Bedarf ständiger Kurskorrektur.

    Die Ausstattung ist gut. Die beiden Toiletten sind bei voller Besetzung sehr nützlich. Die vorderen Kojen laufen vorne sehr eng zusammen, so dass die verfügbare Länge leidet. Alle Matratzen sind nicht mehr besonders komfortabel. Der verfügbare Stauraum ist sehr groß und vor allem gut zugänglich.

    Der Kühlschrank ist groß und kühlt sehr gut. Küchenutensilien sind umfangreich und in einem guten Zustand.

    Die Anzeigen für Wasser und Kraftstoff sind sehr ungenau. Der Wassertank ist leer, wenn der Zeiger noch 1/3 Füllstand anzeigt. Die Kraftstoffanzeige zeigt nach einer Woche immer noch voll an, obwohl schon fast 60 Liter verbraucht wurden.

    Der sehr funktionale und große Cockpittisch ist einfach klasse. Er ist sehr stabil, besitzt kleine und große Staufächer und einen sehr guten Klappmechanismus. Die Vertiefungen im Boden vor den beiden Steuerrädern sind gewöhnungsbedürftig, da man zu Beginn immer stolpert und außerdem genau um dieses Maß für eine gute Sicht nach Vorne zu tief steht.

    Die Instrumente und der große GPS-Plotter im Cockpit sind gut und funktionieren einwandfrei. Das Radargerät hatten wir nicht in Benutzung. Um den GPS-Plotter ablesen zu können, muss man sich hinknien, da er relativ tief installiert ist.

    Die Festmacherleinen sind sperrig in der Handhabung, ebenso die Großschot.

    Die Manövriereigenschaften unter Motor sind bei Vorwärtsfahrt gut, insbesondere ist das Ansprechverhalten beim Wechsel von Rückwärtsfahrt in Vorausfahrt klasse. In entgegen gesetzter Richtung ist es allerdings das totale Gegenteil – da haben wir bei Bavaria / Hanse deutlich bessere Erfahrungen gemacht.

    Insgesamt ist man mit der Evita unter Motor bei niedrigen Drehzahlen verhältnismäßig schnell unterwegs.

    Das Bugstrahlruder ist notwendig und wirkt gut und ist einfach zu bedienen. Man muss nur daran denken, den kleinen Startknopf kurz vor der Benutzung zu betätigen, da es sich nach einer gewissen Zeit ohne Nutzung wieder ausschaltet.

    Insgesamt haben wir uns mit viel Platz und Komfort auf der Evita sehr wohl gefühlt. Die Manövriereigenschaften unter Motor und die Segelleistungen könnten etwas besser sein.


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