Bavaria 32 cruiser


Aufwind in der Mittelkasse: Die Bavaria 32 cruiser ist ein steifes Schiff mit hoher Formstabilität und einem tiefen Schwerpunkt. Auch bei 35 Grad Lage liegt sie noch kontrolliert auf dem Ruder. Unter Deck gibt es viel Raum.. Das Schiff erfreut mit seinen schönen Linien, die sich in dem langen aber niedrigen Aufbau zeigen. Erfreulich für eine 4 Personen-Crew ist die Raumaufteilung: Zwei weit voneinander entfernte Zweierkabinen im Vorschiff und im Heck garantieren ungestörtes Schlafen. Der große WC-Raum liegt gut erreichbar zentral in der Bootsmitte. Wer zu sechst unterwegs sein will, der muß zwangsläufig den Salon zum Schlafzimmer umfunktionieren; dort stehen dann die beiden Längssofas zum Schlafen bereit. Unsere 32 cruiser hat eine komfortable Radsteuerung – leichtgängig, feinfühlig und direkt.

Kategorie : Segelyacht | wong it! 3 Kommentare »

3 Reaktionen zu “Bavaria 32 cruiser”

  1. Wolfgang Schneider

    Wir waren mit der Yacht sehr zufrieden.
    Vor allem das Platzangebot ist für eine 10m-Yacht überaschend großzügig (Crew bestehend aus 4 Personen).
    Die Segeleigenschaften sind ebenfalls gut.
    Kurz ausgedrückt: Kleines Boot – Viel Spass
    Wir freuen uns auf ein “Wiedersehen”.

  2. Arne Dobslaw

    Wir segelten vom 10.-16.07.2010 die cruiser 32 “Baltic Finn” (ACHTUNG: Die Kommentare bis 2009 beziehen sich auf die “alte” 32 cruiser!). Zuvor waren wir auch schon mehrfach mit dem Vorgängermodell 31 cruiser “Stella Maris” unterwegs. Die neue cruiser 32 ist ein in wesentlichen Bereichen deutlich besseres Schiff, dass sich hervorragend für 3 große Erwachsene eignet. Hier zusammengefasst meine Positivliste:
    + einfache Segelbedienung
    + Großschot per Flaschenzug auf Cockpittisch => hervorragend einstellbar von jeder Position im Cockpit aus, dadurch ggf. auch sehr gut für´s Einhandsegeln geeignet
    + sehr gute Positionierung der Genuawinschen
    + fest verbauter Autopilot wie bei den großen Bavarias, dadurch sehr leise und bei Deaktivierung ohne das nervige Rasseln eines Standardautopiloten
    + neueste Instrumentierung von Raymarine. Die Geräte sind mit einander vernetzt. Wegepunkte und Tracks nebst XTE-Linie werden z.B. vom Plotter auf den Autopiloten übertragen und dort grafisch dargestellt => Ich hatte mit sogar mal den Spaß erlaubt, per Autopilot zu wenden, sprich: der Pilot steuert selbstständig das Manöver und ich bediene die Genuaschoten. Es funktionierte perfekt!
    + elektrische Ankerwinsch mit Kette
    + sehr schönes und laufsicheres Teakdeck
    + breites Laufdeck bis ganz nach Achtern. Auch mit Schuhgröße 46 kann man hinten noch treten und selbst die achteren Klampen stören dabei nicht
    + hohes Süll, man kann sich auf kompletter Länge anlehnen und bequem sitzen oder auch oben auf der hohen Kante
    + umlaufende Sitzmöglichkeiten durch eine spitzen Badeplattform. Der Steuermann kann sowohl direkt hinter dem Rad als auch in den hinteren Ecken sehr bequem sitzen
    + keine störende Achterstaghahnepot (im Vergleich zur 31 cruiser verheddert man sich nicht ständig beim Stehen am Rad (ich bin gut 2m!)
    + einfach trimmbares Achterstag
    + gut trimmbarer Niederholer mit Rodkicker => diesen gut eingesetzt, vermisse ich auch keinen Traveler, der bei Bavaria sowie kaum ernstzunehmen ist, da nur schlecht vor der Sprayhood erreichbar
    + die cruiser 32 geht sehr hoch an den Wind und springt schnell an, durch den nochmals vertieften Kiel (1,95m) segelt sie sehr stabil
    + riesengroße Badeplattform ohne Elektrohydraulik => das geht viel schneller und funktioniert auch ohne Strom, stabile Badeleiter ohne Teleskop => die kann man auch mal am Bugkorb nutzen, wenn´s bis zum Steg zu hoch sein sollte
    + “Notstrickleiter” am Achterschiff => Hollywoods “Open Water” läßt grüßen
    + sehr große Backskiste
    + sehr gute Beleuchtung unter Deck mit Lichtschaltern wie daheim
    + sehr großes Bad mit ordentlich Stauraum und Bewegungsfreiheit (wie geschrieben, bin ich 2m)
    + sehr breite Achterkammer
    + große Salonsofas
    + fest integrierte Jallousien incl. Mückennetz an den Fenstern und Luken anstelle der textilen Vorhänge
    + sehr starker 29 Volvomotor. Einzig das nicht abschaltbare Gebläse ist nervtötend! DIe Maschine ist jedoch extrem sparsam. WIr verbrauchten deutlich weniger als 2 Liter je Stunde (Heizung blieb ungenutzt)

    Wo Licht ist, ist auch Schatten, wobei der bei der Baltic Finn wirklich nicht sehr dunkel ist. Meine Minusliste:

    - Es sind zwar “armdicke” Festmacher an Bord, jedoch nur vier Fender. Da ich immer einen großen Kugelfender selbst mitbringe, stört´s mich nicht wirklich. Aber mit nur den vier Standardfendern fühle ich mich ggf. an einer rauhen Spundwand bei auflandigem Wind nicht wirklich wohl!
    - Die panzerartig gestylten Fenster wirken schon nicht wirklich maritim, sind aber leider zudem auch noch sehr (!) schmal. Die Vorgängerin 31cruiser hatte hingegen sogar zwei Decksluken im Salon, die das Belüften deutlich effektiver machten.
    - unter Deck hätten ein paar mehr Schapps mit Türen nicht geschadet, zumal ein Schapp bereits mit Kleinkram aus der wegrationalisierten Naviecke belegt ist.
    - Die fehlende Naviecke (jetzt nur noch ein Tischchen an Backbord) vermisse ich zwar nicht wirklich, jedoch hätte dann wenigsten das Fach unter dem Tisch größer werden müssen, damit alle Kartensätze gut hineinpassen. Zudem hätte eine hohe Schlingerleiste verhindert, dass ständig die auf dem Tisch liegenden Karten, Stifte und sonstige Untgerlagen durch den Salon fliegen.
    - Die innenliegende Koje in der Achterkammer ist wirklich missraten. Sarg ist hier trotz der üppigen Breite eine treffende Umschreibung! Der Cockpitboden ist definitiv zu weit nach unten gelegt worden 4-5 cm höher würden an Deck kaum negativ und in der Achterkammer Wunder wirken!
    - Die “Baltic Finn” hat im Gegensatz zur “Stelle Maris” kein Radarmodul. Das war bei meinem diesjährigen “Badehosentörn” zwar auch entbehrlich, wenn ich jedoch an eine überraschende Nebelfahrt um Hiddensee herum zurückdenke, fand ich´s damals sehr hilfreich.

    Insgesamt ist die Baltic Finn eine Yacht, die ich auf jeden Fall noch einmal chartern möchte, weil sie so wunderbar einfach zu bedienen ist und gerade wenn man Segelneulinge dabei hat ist bspw. die Großschotbedienung wie auf einer Jolle für diese Mitsegler sehr viel verständlicher und das Segeln als solches viel unmittelbarer erlebar.

  3. Jens Haase

    Moin!

    Die Baltic Finn ist ein schönes sicheres und einfach zu handhabendes Boot. Wir waren zu Dritt unterwegs und hatten nie das Gefühl, zu wenig Platz zu haben. Wir konnten bequem Proviant und Klamotten unterbringen. Einfach auch die Handhabung an Deck. Rollgroß ist gerade für Familien doch ein Sicherheits- und Komfortgewinn. Auch wenn dadurch die Segeleigenschaften ein wenig leiden, möchte ich nicht auf diesen Komfort verzichten.

    Die Größe lässt sich in jedem Hafen gut handhaben. Auch in den Häfen war die 32er ein Objekt der Neugier der anderen Wassersportler.

    Fazit: Ich nehme die “Kleine” gerne wieder!

    Viele Grüße
    Jens Haase


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