Bavaria 30 cruiser

Die Weiterentwicklung der Bavaria 30 ist geräumiger und funktioneller geworden. Sanitärraum und Pantry der Bavaria 30 cruiser wurden etwas erwachsener. Ein Fenster pro Seite mehr im Aufbau steht ihr gut. Vier feste Kojen und zwei Sofakojen im Salon für die Maximalbelegung sollten aber nicht genutzt werden. Die Bavaria 30 cruiser besetzt das kleinste Segment der neuen Linie. Das Platzangebot sowie die Radsteuerung sind für komfortables Segeln bestens geeignet. In den Testberichten der Bavaria 30 cruiser kommt gut zum Ausdruck, dass der Werft in dieser Grösse ein sehr gelungenes Modell geglückt ist. Die Bavaria 30 cruiser ist für eoine Yachtcharter Ostsee das richtige Einsteiger-Boot, die Bavaria 30 cruiser bietet viel Raum, adäquate Segeleigenschaften und ist leicht zu handeln. Die Bavaria 30 cruiser – das ideale Familienboot!
Kategorie : Segelyacht | wong it! 4 Kommentare »
am 24. Juni 2009 um 17:44 Uhr | #
Zunächst einige Kommentare zur Bavaria 30 Cruiser im Allgemeinen:
Im Schiff gibt es keine Aufhängemöglichkeiten für nasses Ölzeug, Schwimmwesten oder Lifebelts.
Feststeller für Gläser, Geschirr usw. fehlen vollständig.
Eine Halterung für das Steckschott (bei nicht Gebrauch)ist nicht vorhanden.
Der Zugang zu den Stauräumen in der Backskiste auf Backbord in der Kajüte ist nur unter Verrenkungen möglich da der Salontisch auf dieser Seite nicht abklappbar ist.
In der Achterkajüte gibt es keinen Warmluftausströmer der Bordheizung.
Einige Beschläge, besonders die Feststeller der Holepunktverstellung und der Feststeller sowie die Leinenführung der Rolleinrichtung des Vorsegels sind wenig praxisgerecht angeordnet. Das führt dazu, dass z.B. die Holeleine der Vorsegelrolleinrichtung unter der Vorschot und dem Feststeller der Holepunktverstellung hängen bleiben kann.
Nun einige Kommentare zur gecharterten Bavaria “Tobi”:
Die Streckerwinschen waren in einem jämmerlichen Zustand (Mitnehmerscheiben defekt, Überlaufsicherung fehlten).
Die Schotwinschen verlangen dringend nach einer Wartung (Fett).
Die Lasy-Jacks-Leinen sind zu lang und die, zum Belegen vorgesehenen Klemmen nicht mehr funktiontüchtig sodas die Leinen ständig nachrutschten.
Weiterhin befindet sich am Mast ein Gewirr von Leinen die auf Grund fehlender Möglichkeiten nicht ordnungsgemäss belegt werden können.
Klampen zum Belegen der Flaggenleinen am Mast fehlen ebenfalls.
Die Segel (hier besonders die Abdeckungen der Liekleinenverstellung) sind in einem schlechten Zustand. In Verbindung mit den vorher aufgeführten Mängeln kam es bei Segelmanövern oft zu einem Verheddern der Vorschot bzw. der Liekleinentaschen am Vorsegel mit den Lasy-Jacks-Leinen.
Die Holeleine der Vorsegelrollanlage wird nicht über Rollen geführt.
Die Vorsegelrollanlage liess sich nur unter grossem Kraftaufwand bedienen (sowohl beim Aus- als auch beim Einrollen und trotz durchgesetztem Vorfall).
Die Tankanzeige für den Fäkalientank war ebenso defekt wie die Anzeige des Dieseltanks.
Ein Fenderbrett befindet sich ebensowenig an Bord wie ein Kugelfender.
Der an Bord befindliche Wasserschlauch hatte gerade einmal Bootslänge. Ein Betanken des Wasertanks war damit meistens nicht möglich.
Der Autopilot war defekt. Eine Reparatur sollte während unserer Charterzeit durchgeführt werden. Wir verzichteten!
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der, für ein drei Jahre altes Schiff, technisch sehr schlechte Zustand der “Tobi” einen professionellen Wartungsdienst vermissen lässt.
am 26. Juni 2009 um 18:25 Uhr | #
Hallo, Herr Netthöfel,
vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme. Für uns sind solche Anmerkungen sehr wichtig, weil wir nur durch konstruktive Kritik unsere Qualität verbessern können. Dazu sind Meinung erfahrener Segler das wichtigste Instrument. Zu den Punkten im einzelnen:
Fehlende Aufhängemöglichkeiten für Kleidung:
Werftseitig werden alle Yachten grundsätzlich mit zu wenig Kleiderhaken geliefert. Wir bringen für jeden Kunden, der dies beim Eincheck wünscht, Haken an der Position der Wahl an. Unsere Bitte für Ihre nächste Yachtübernahme: Bitte prüfen Sie die vorhanden Haken und fragen beim Stützpunktleiter nach zusätzlichen Kleiderhaken.
Feststeller für Gläser und Geschirr:
Danke für den Hinweis, das werden wir nachrüsten, dieser Mangel wurde bisher von keiner Crew angesprochen.
Halterung Steckschott fehlt:
Die Bavaria-Werft sieht eine solche Halterung nicht vor. Wir empfehlen, das Steckschott unter die Kojenpolster der Achterkabine zu stauen.
Zugang zu Stauräumen eng:
Sie haben sicherlich recht, aber auf einer 30ft. Yacht muss man beim Raumangebot sicherlich die Größe der Yacht beachten. Mit Ihrer 5-Personen-Crew ist diese Yacht auch eigentlich bis zum Limit belegt und man stösst schon an die Grenze der Raumausnutzung.
Kein Warmluftausströmer in Achterkabine:
Eine Wunsch, den wir bei keiner 30ft. Yacht erfüllen können. Es gibt nur wenig Platz zum Verlegen des entsprechenden Schlauches, der zur Verfügung stehende Stauraum würde durch den erforderlichen Schlauch noch begrenzter werden.
Anordnung der Feststeller:
Die Bavaria-Werft liefert alle 30 cruiser mit dieser Anordnung aus, wir hatten bisher von keinem Kunden diesbezügliche Anregungen erhalten. Wir nehmen Ihre Anregung aber gerne auf und versuchen, hier eine Optimierung zu erreichen.
Anmerkungen zur “Tobi”
Jede Winsch wird im Winter zerlegt und gründlich gereinigt und gefettet. Natürlich kann es trotz aller Kontrollen passieren, dass mal eine Winsch übersehen wird oder während der Saison durch Verschleiss eine Schwergängigkeit auftritt. Wir nehmen Ihre Anmerkungen sofort auf und überprüfen die genannten Winschen.
Gewirr von Leinen am Mast, zu lange Lazy-Jacks:
Bisher hatte sich kein Kunde über fehlende Beleg-Möglichkeiten beklagt, das “Gewirr” lässt sich ordentlich klarieren und aufschiessen, wir sehen hier kein Optimierungspotential. Wir danken für den Hinweis mit den fehlenden Belegklampen der Flaggleinen und werden diese nachrüsten, die Bavaria-Werft hat diese nicht vorgesehen.
Klettverschluss der Liekabdeckung
Dieser Verschluss löst sich sich bei einem schlagenden Segel, ein normaler Verschleiss. Grundsätzlich gilt hier wie für alle Mängel, die man während seines Törns feststellt: Bitte rufen Sie uns von unterwegs an, wir haben einen 24-Stunden-Technik-Service, der Ihnen helfen kann. Die lose Abdeckungen ist mit wenigen Stichen repariert gewesen.
Holeleine Vorsegel ohne Rollen:
Die Holeleine wird über normale Augen an den Relingsstützen geführt. Der Zug, der auf die Holeleine kommt, sollte nicht so stark sein, dass hier für Rollen erforderlichen sind.
Vorsegel schwergängig:
Die Überprüfung der Rollanlage hat keinen Defekt ergeben. Grundsätzlich ist aber bei dieser Anlage zu beachten, dass man exakt in den Wind geht und die Vor- bzw. Achterstaksspannung nicht zu stramm sein darf. Bei zu dicht gesetztem Vorfall werden die Lager zu stark belastet und reagieren mit Schwergängigkeit.
Tankanzeige und Fäkalientankanzeige:
Die Dieseltankanzeige sind eine Schwachstelle bei allen kleineren und winklig eingebauten Tanks, da der Pegel formbedingt niemals kontinuierlich abnimmt und somit auch die Tankanzeige unregelmäßige Werte liefert. Der Füllstand des Fäkalientank lässt sich durch einfaches Klopfen überprüfen. Die Anzeige setzt erst bei einem Füllstand von über 75% ein, wahrscheinlich haben Sie Ihren Tank nicht so weit gefüllt gehabt.
Fenderbrett und Kugelfender fehlten:
Ein Fenderbrett habt wir für jede Yacht verfügbar. Viele Kunden auf einer 30ft. Yacht möchten dies aber aus Platzgründen nicht an Bord und so wird es nur auf Kundenwunsch mitgegeben. Leider hatten Sie uns nicht beim Einchecken auf Ihren Wunsch nach dieser Ausrüstung hingewiesen. Ein Kugelfender gehört nicht zum Standartinventar, liefern wir auf Wunsch aber ebenfalls gerne aus.
Wasserschlauch zu kurz:
Der Schlauch hat die Länge von 20 Meter. Aus hygienischen Gründen sind zu lange Schläuche ausserordentlich problematisch.
Autopilot defekt:
Alle Yachten haben leider ab und zu technische Defekte. In Ihrem Fall war der Antriebsriemen gerissen, die Reparatur konnte leider erst nach Ihrem Eincheck ausgeführt werden, da das erforderliche Ersatzteil erst Samstagmorgen geliefert wurde.
Zusammenfassend tut es uns natürlich außerordentlich leid, dass Sie mit unserer Leistung nicht zufrieden waren.
Nach eingehender Überprüfung der von Ihnen angeführten Punkten haben wir einige Dinge an der Yacht verbessern können.
Wir würden uns dennoch wünschen, dass Sie bei Ihrer nächsten Charter die für Sie wichtigen Dinge bereits beim Einchecken überprüfen und uns auf Ihre persönlichen Wünsche hinweisen – denn nur so können wir schon vor Törnantritt dafür sorgen, dass Sie mit einer Yacht Ihren Urlaub verbringen, die auch Ihren Ansprüchen genügt.
am 23. Juli 2010 um 14:39 Uhr | #
Wir hatten die Tobi drei Wochen. Die Crew bestand aus fünf Personen, zwei Erwachsenen und drei Kindern (10/6/0,8).
Vorweg: Wir waren sehr zufrieden. Die von Herrn Netthöfel angesprochenen Punkte fanden wir so nicht wieder. Ordnung am Mast zu halten ist allerdings schwierig. Hier gestaltet sich die Sitation nicht sehr übersichtlich und Flaggen zu setzen war ein Vergnügen für sich.
Auch die Rollfockanlage scheint etwas launisch. Möglicherweise ist der Bereich, in dem das Vorfall durchgestz sein muss, sehr eng. Letztlich lies sich das Vorsegel aber immer ein- und ausrollen.
Der Rest bereitete keine Probleme und es funktionierte Alles. Für unsere Crew und Fähigkeiten war das Schiff sehr gutmütig und die Segeleigenschaften machten uns Spaß.
Auch wenn ein weiterer Schrank für Kleidung wünschenswert wäre, können wir uns über Staumöglichkeiten nicht beklagen. Diese finden sich sowohl unter Deck als auch in einer sehr großen Backskiste, die wie ein schwarzes Loch Alles schluckt. Hier Ordnung zu halten ist eine Sache für sich und bedarf etwas Selbstdisziplin. Auf der anderen Seite: Der Kinderwagen verschwand zusammengeklappt problemlos und hinterlies hinreichend Platz für Kisten und weitere Ausrüstung.
Service und Unterstützung waren wie üblich tadellos. Ein Problem mit dem Plotter wurde pragmatisch, lösungsorientiert erledigt.
Wir würden das Boot sofort wieder chartern.
am 25. Juli 2010 um 19:16 Uhr | #
Wir kommen gerade von einem Törn mit TOBI zurück und waren mit dem Schiff sehr zufrieden. Bei der Übergabe fielen uns die defekte Ankerwinsch und die fleckigen, einfarbig hellen Polster auf. Das war es dann aber auch. Die Rollfockanlage hat Herr Hartmann mit “launisch” gut beschrieben. Die Segel stehen gut, das Achterliek des Vorsegels ist allerdings trimmempfindlich. Höhe kneifen mag TOBI nicht, mit einem Schrick in der Schot rennt sie aber los. Die Winschen funktionierten einwandfrei, sind aber schwach dimensioniert (Standardausrüstung). Mittelklampen sollten wie bei TOBI auf allen Charterschiffen vorhanden sein.
Auch wir würden TOBI wieder chartern.