Das war`s in 2006
Bildergalerie
aus Mai 2006
 | Hier das Feedback eines Kundens:
Lieber Ralph, liebes Team vom Charterzentrum,
vor zwei Wochen bin ich erwartungsfroh und sehr neugierig Richtung Heiligenhafen gestartet. Die Ausbildung zum Sportbootführerschein See stand an. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen über meine Erfahrungen sowohl positiver als auch negativer Art zu berichten. Vielleicht hilft es Euch, wenn Ihr einen weiteren Kurs in dieser Form anbietet.
Vorab ein großes Kompliment an unsere „Ausbilder“ Ralph, Wilhelm und Axel. Fachlich als auch menschlich haben wir uns sehr wohl gefühlt. Das Ralph große Erfahrung im theoretischen Unterricht hat wurde uns täglich bewusst. Die Situation mit unserer Gruppe war ja auch nicht sehr einfach. 8 Schüler die mehr oder weniger bereits seit vielen Jahren nicht mehr die Schulbank gedrückt haben und das „lernen“ wohl auch etwas „verlernt“ haben. Ich selbst musste erfahren, Dinge die nicht logisch erklärbar sind muss ich einfach auswendig lernen… und das ist mir schwer gefallen. Welche Bedeutung haben die zwei schwarzen Bälle…..?
Das ich trotzdem die theoretische Prüfung bestanden habe, liegt mit an Ralph der wohl tatsächlich die Fähigkeit hat „Schwachstellen“ aufzuzeigen und gezielt zu schulen. Nebenbei haben mich meine „Mitbewohner“ an Bord der Johanna immer wieder zum lernen motiviert und wurden nicht Müde mich abzufragen. Da fallen mir wieder die zwei schwarzen Bälle ein…?
Das Highlight des Tages war dann aber doch die Praxis. Wilhelm konnte ich nur „an Land“ kennen lernen, da er das Vergnügen hatte die Mannschaft des zweiten Ausbildungsbootes zu schulen. Jedoch hat er eine sehr nette Ansprache an uns gerichtet nachdem wir die praktische Prüfung bestanden haben. Ich lernte ihn als einen sehr angenehmen und sympathischen Menschen kennen. Axel, Axel, Axel…… Das muss wohl mit einem Sechser im Lotto zu vergleichen sein, wenn man das Vergnügen hat mit Axel als Skipper „bootfahren“ zu lernen. Wie kommt es, dass ein Mensch soviel reden kann wie Axel und es mir nicht auf den Geist gegangen ist??? Ich vermisse sogar seine Erzählungen. Noch Tage nachdem ich wieder im Binnenland in Mainz war hatte ich noch Axel seine Stimme im Ohr, in angenehmer Art möchte ich betonen. Inwieweit ich bei Axel seinen Geschichten die Formel: Erzählung Axel minus 20% Seemannsgarn anwenden muss habe ich noch nicht herausgefunden. Aber ich möchte ja wieder zurückkehren nach Heiligenhafen. Vielleicht finde ich es noch heraus…. Was waren noch mal die zwei schwarzen Bälle….?
Einparken, Ausparken, Anhalter mitnehmen, bremsen und in die richtige Richtung fahren… Das alles haben wir von Axel gelernt… Oder doch nicht? Natürlich muss es heißen: Ablegen, Anlegen, Boje über Bord, abstoppen und den richtigen Kurs steuern. Super gemacht Axel. Ich weiß nicht was ich an dir kritisieren soll! Und die „Lampion“ Fahrt war echt Klasse!
Am Anfang war da ja noch Catharina. Ich habe Catharina nur sehr kurz gesehen. Jedoch scheint sie ein Gespür für die Besetzung der Boote zu haben. Das sie die Johanna mit Sandra, Karin, Sebastian und mir belegt hat, war bereits der zweite Sechser im Lotto für mich. Ich glaube sagen zu können, von Anfang an war das Team von der Johanna ein eingespieltes Team und wir hatten in dieser Woche viel Spaß miteinander. Wenn man lernen als Spaß bezeichnen kann J
Die Johanna ist uns allen ans Herz gewachsen. Wir haben uns sehr wohl auf diesem Schiff gefühlt und sogar als „Greenhorns“ der Seglerschaft ist uns die Qualität des Bootes aufgefallen. Das Boot war sauber bei der Übernahme. Es hat alles funktioniert und die gesamte Anlage von 1. Klasse Yachten hält was sein Name verspricht. Wobei mir persönlich der Vergleich mit anderen Anbietern fehlt. Sogar zwei schwarze Bälle sollen an Bord gewesen sein…….
So, jetzt wird es aber mal Zeit zu nörgeln!!!!!!!!! Wenn jemand das Gefühl kennt aufzuwachen und dann ein dringendes menschliches Bedürfnis ansteht und dummerweise bereits ein anderes Mitglied der Mannschaft gerade genüsslich duscht….. Ohhhhh können das Qualen sein. Als geschäftsinteressierter Mensch hatte ich schon die Idee jeden Morgen einen Schlüsselverleih vor den Toilettenhäusern aufzumachen. Ich glaube in gewissen Notsituationen lassen sich interessante Mietpreise erzielen. Wie war das noch mal in der Marktwirtschaft: „Angebot und Not, bestimmen den Preis“ Wenn bei meinem nächsten Besuch in Heiligenhafen immer noch nur ein Schlüssel an Bord ist, bringe ich meinen Bauchladen mit J
Was mich doch sehr wunderte war, als ich nach dieser wunderschönen Woche wieder in meinen eigenen vier Wänden eintraf, lag ein Brief von „1.Klasse Yachten“ im Briefkasten. Was kann das nur sein? Voller Erwartung öffnete ich den Umschlag und stellte fest, dieses Schreiben wäre hilfreich vor meiner Fahrt nach Heiligenhafen gewesen. Es handelte sich um die Anfahrtsbeschreibung und einen kurzen Überblick des täglichen Ablaufs. Da ich in der Woche vor der Fahrt nach Heiligenhafen Ralph mehrfach telefonisch in Anspruch nahm, erlangten diese Infos per Mail in meinen EDV-Heimathafen. In meinen Augen wäre der Informationsfluss vor Kursbeginn verbesserungswürdig. Frühzeitige Informationen über den Ablauf geben mehr Sicherheit für Unerfahrene. Auch hier kann ich nur von mir selbst berichten. Die Woche vor Heiligenhafen war geprägt von Fragen wie: Was für Anziehsachen nehme ich mit, Was muss ich mit an Bord bringen (z.B. Handtücher, etc.), etc. etc. Zielgruppe für solche Ausbildungen sind ja Menschen die noch nicht so oft oder gar nicht (wie ich) auf Yachten waren und somit über Informationshilfen sehr dankbar sind. Die Frage was zwei schwarze Bälle bedeuten kam ja erst später…..
Nachdem ich mich angemeldet habe, schickte mir Ralph in zwei Postsendungen (als Logistiker stehen mir die Haare zu Berge) Informations- und Lernmaterial zu. Das sah ja auch alles sehr interessant aus und ich habe abends vorm einschlafen auch immer mal ein oder zwei Seiten gelesen. Als Fleißarbeit habe ich dann einen Karteikasten gebastelt mit 342 Karteikarten. Natürlich vorne mit der Frage und hinten mit der Antwort bestückt. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt bereits gewusst welchen Stoffumfang ich innerhalb einer Woche auf die „Festplatte“ in meinem Gehirn schreiben muss, wäre ich dankbar gewesen für eine Home-Lern-Anleitung. Ich glaube eine Sensibilisierung für Vorabhausaufgaben ohne dem Bewerber Angst zu machen hilft beim Beschreiben der „Festplatte“ in so kurzer Zeit. Also von zwei schwarzen Bällen träume ich schon Nachts…..
Bei allem Spaß den wir in der Zeit vom 06.05.2006 bis zum 12.05.2006 hatten, sollte es auch Euch Freude bringen. Freude habt Ihr dann, wenn nach Abzug aller Kosten auch etwas überbleibt. Da gibt es zwei Faktoren die eine wichtige Rolle spielen. 1. der Preis für die Ausbildung 2. die Anzahl der Teilnehmer. Zu Punkt Eins. Wenn ich für mich persönlich einen Kosten-Nutzen Vergleich ziehe, muss ich feststellen, dass ich für wenig Geld sehr viel bekommen habe (Ausbildungsmaterial, Unterkunft, täglich mindestens 3 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis, Prüfungsgebühr). Als Kaufmann vergleicht man ja Angebote auf dem Markt. Alleine die Ausbildung mit Prüfungsgebühren und Lernmaterialen sind häufig teurer als den Preis den wir gezahlt haben. Und das bei dieser 1. Klasse Unterkunft. Was ich sagen möchte, dieser Kurs verträgt auch einige Euros mehr als Gebühr. Bei Berücksichtigung des Break-even-Points braucht Ihr ja bestimmt eine Mindestanzahl an Kursteilnehmer. Bei acht Teilnehmern auf zwei Booten war dieser Kurz für uns optimal. Aber war das bereits der Break-even-Point??? Ich bezweifle es. Und da taucht auch gleich die Frage auf, die wir uns an Bord der Johanna gestellt haben. Wie wurde eigentlich geworben? Soweit ich weiß auf der Messe Boot, im Internet und auf den vielen Plakaten von der Segelschule Bennewitz die man überall in Heiligenhafen sieht. Reicht das? Ich denke nicht. In meinen Augen ist die Ausbildung wirklich 1. Klasse und verdient mehr Kursteilnehmer. Das sollte in der Werbung auch besser kommuniziert werden. Die zwei schwarzen Bälle gehören da aber noch nicht rein…….
Was mich ja richtig ärgert…. Die zwei schwarzen Bälle….. und dann erwische ich in meiner theoretischen Prüfung tatsächlich die Frage was bedeuten DREI schwarze Bälle….. !!!!!!!!
Ich hoffe ich habe mit meinen Ausführungen nicht zu sehr gelangweilt. Es soll auch ein Ausdruck sein, wie begeistert ich persönlich von der Woche in Heiligenhafen war. Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche, ich komme wieder nach Heiligenhafen und werde auch Charterkunde bei euch. Nur das segeln muss ich noch lernen J Karin hat einige schöne Fotos gemacht. Diese füge ich einfach mal Karins Einverständnis vorausgesetzt dieser Mail bei. Vielleicht habt Ihr ja genauso viel Spaß an den Bildern wie wir. Axel hatte ja auch an einem Tag mal einige Bilder geschossen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auch in den Genuss dieser Bilder kommen könnten. Über die Zusendung per Mail würde ich mich wirklich sehr freuen.
Zuletzt einen lieben Seglergruß aus dem Binnenland und der lebensfrohen Stadt Mainz
Daniel
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