| Das sagt die "yacht" zur Bavaria 42 match | ||
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Abschrift des Test der Bavaria 42 match . Link zum Original-Artikel am Ende dieser Seite. |
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| Die Bavaria 42 Match ist das Flaggschiff der neuen Serie - in doppeltem Sinne. Sie ist nicht nur das größte Boot, sondern scheint auf der Regattabahn am konkurrenzfähigsten zu sein. Während es mit der 38er anfangs noch Vermessungsprobleme gab, die auch mit einer Heckverlängerung nur teilweise behoben werden konnten, ersegelte die 42er schon erste kleine Lorbeerblättchen. So konnte sie beispielsweise bei den Mittelmeer- Regatten Trofeo Freixenet und Conde God6 gewinnen und dabei unter anderem gegen eine Grand Soleil 45R, mehrere Sinergia 40, First 40.7 sowie IMX 40 bestehen. Jedoch, das darf der Fairness halber nicht verschwiegen werden, nicht mit der Werft-Standard-42 er. Die "Yates 3", die zum Test vor Mallorca zur Verfügung stand, wurde stark modifiziert. Sie verfügt über ein Carbon- Rigg, das 50000 Euro Aufpreis kostet, über beste Carbon-Kevlar-Segel von Elvström, wobei der Satz aus Groß, Genua und G III rund 19 000 Euro kostet, sowie einen Kiel mit 2,45 Meter Tiefgang für 3180 Euro Aufpreis. Zusätzlich wurden die Wanten weiter nach innen verlegt, Fäkalien- und Frischwassertank entfernt, die Salinge gekürzt und das Ankerspill weggelassen. Kein Wunder, dass der Wasserpass rund zehn Zentimeter über dem Wasser lag. Doch solche Modifizierungen sind im IMS- Bereich normal und legitim, es gibt wohl kaum ein Serien -Werftschiff, das ohne Veränderungen um vordere Plätze mitsegeln kann. So betont die Werft auch wie bei sämtlichen Booten der Serie, dass es sich bei der 42er in erster Linie um einen schnell segelnden Cruiser handelt. Das Baukonzept ist bei allen drei Yachten ähnlich (siehe Test Bavaria 35 Match auf Seite 72). Die Beschlagsanordnung und Qualität an Deck lässt kaum Wünsche offen, wie bei einer regattaoptimierten Yacht nicht anders zu erwarten. Auch die Segelleistungen, mit rund 6,8 Knoten an der Kreuz (Wendewinkel zirka 76 Grad) und rund 8,5 Knoten unter Spi bei nur etwa zehn bis elf Knoten Wind, machen Spaß. Sie lassen jedoch nur bedingt Rückschlüsse darauf zu, wie die 42er mit Standard-Alu-Rigg, Standardkiel (Tiefgang 2,15 Meter) und zumindest Dacron-Groß segelt. Nach den Erfahrungen mit der Carbon-Variante müsste die normale 42er aber schon sehr viel schlechter abschneiden, um den Eindruck eines ausgewogenen und schnell segelnden Cruisers zu verderben. Die 42er weicht nur in der Gestaltung des Innenraums stärker von den beiden anderen Match ab. So ist die Vorschiffskoje im Kopfbereich rund gestaltet, was elegant aussieht, praktisch aber keinen nachvollziehbaren Sinn ergibt. Zwar hat die Koje mit 1,45 Meter Schulterbreite bei 2,12 Meter Länge schon eine angenehme Größe; wäre sie aber bis zu den Bordwänden verbreitert, ergäben sich zirka 30 Zentimeter mehr Schulterbreite, im Kopfbereich gar bis zu einem Meter mehr. Das wäre eine echte Spielwiese. Auch ist die Stehfläche mit 120 mal 80 Zentimetern recht grosszügig ausgelegt, wohl um der Crew beim Spibergen Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Wären nur 15 Zentimeter davon zugunsten der Kojenlänge geopfert worden, hätte sich auch der Fußraum von jetzt 88 Zentimetern noch einmal erweitert, und das Vorschiff wäre zur echten Eignerkammer geworden. Der Salon wird nur in einer Version angeboten, mit U-Sofa an Steuerbord und großer Pantry an Backbord. Wobei eine zusätzliche und meist übliche Sitzbank an Backbord fehlt, denn die sechs Leute, mit denen sich die 42er locker belegen lässt, haben am Tisch nicht ausreichend Platz. Unter Deck fehlt es an manchen Stellen an Liebe zum Detail, wobei zur Relativierung der Negativpunkte der Preis immer im Hinterkopf sein muss. So ist die 42er in der Standardversion sogar mit einigem zugekauften Komfort wie Heizung, Dusche im WC und Springklampen, Selbststeueranlage oder Teakdeck und Teak-Cockpitboden immer noch für unter 180000 Euro zu haben - da reicht kein Konkurrent heran. Dafür muss schon mal ein Auge zugedrückt werden, wenn Sägekanten schlecht gebrochen sind, wenn Stauräume unter Schränken (Vorschiff) einfach mit einer Sperrholzplatte verschlossen werden, anstatt eine Klappe oder Schublade einzubauen, oder wenn es über den Kojen nur schwenkbare Deckenspots gibt, anstatt vernünftige Leselampen zu installieren. Auch könnte man bei einer Yacht dieser Größe in jeder Kammer wenigstens eine Steckdose erwarten. Und wenn man schon eine Bilge mit zirka 450 Liter Fassungsvermögen anbietet, sollte diese so unterteilt sein, dass das Wasser nicht von einer Seite zur anderen schwappen kann. Dann könnten die Bodenbretter Deckel in jeder Abteilung haben, damit dieser Raum zum Stauen nutzbar wäre. Die Wichtigkeit solcher Details tritt angesichts des Preises jedoch in den Hintergrund. | ||
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Bavaria 42 match
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