Das sagt die "Segler-Zeitung" zur Bavaria 40 cr (Heft 10/08) |
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Abschrift des Test der Bavaria 40 cruiser. |
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Die Bavaria 40 cruiserEinige Wettbewerber hätten die neue Bavaria 40 cruiser zur Premiere sicher mit dem Zusatz „Performance“ ins Rennen geschickt, doch das ist nicht der Stil der Unterfranken. So informiert denn auch die offizielle Presseinformation der Yacht angetreten zur Ablösung der bisherigen 39cruiser eher im typischen Giebelstädter Understatement über einen „modernen Fahrtensegler, bei dem Segelspaß, einfaches Handling und Komfort im Vordergrund stehen. Zu viel Bescheidenheit. Nach aussagekräftigem Testsegeln auf der Bucht von Palma de Mallorca bei Starkwind mit Böen bis 32 Knoten, attestiert die „Segler Zeitung“ Bavaria Yachts, dass mit dem neuen 40 Füßer ein entscheidender konzeptioneller Schritt nach vorn gemacht wurde. Die Abkehr vom bisher favorisierten Raumkonzept, hin zu mehr Sportlichkeit, wird auch die Mitkonkurrenten in der 40 Fuß Klasse nervös machen, die bisher glauben in einer anderen Liga zu segeln. Dank eines überzeugenden Gesamtpaketes, wird die „Neue“ aus Giebelstadt die Herausforderung des Wettbewerbs mit „breiter Brust“ annehmen, mit Bravour bestehen und sicher zum Erfolgsschiff werden. Wenn es schon am frühen Morgen mit über 30 Knoten weht, sind das keine guten Bedingungen für saubere Testwerte. Der regionale Balearen Wetterbericht kündigt die schwersten Böen mit bis zu 40 Knoten zum späten Vormittag an, so dass wir beschließen die Wasserarbeit auf den Nachmittag zu verlegen. Wir haben Glück, denn am Kai von Yates Alemanes, dem Bavaria Vertreter für die Balearen und das spanische Festland, liegen die 39er und die als Nachfolger deklarierte Bavaria 40 cruiser nebeneinander. Wären wir nicht mit den technischen Daten vertraut, würden wir die neue Bavaria 40 cruiser trotz geringfügig größerer Abmessungen auf den ersten Blick als das kleinere Boot einschätzen. Bavaria 40 cruiser: Die AusttatungDie neue Bavaria 40 cruiser wirkt filigraner, feiner, eleganter in ihrer Linienführung. Ist deutlich flacher, vermittelt eine sportlichere Optik, ist einfach „yachtiger.“ Der visuelle Eindruck erklärt sich durch eine ganze Reihe konstruktiver Veränderungen des Konstruktionsbüros „J & J Yachtdesign“ an Rumpf und Aufbau. Der Steven ist steiler geworden, das wuchtige Heck der 39er ist mehr eingezogen, das etwas „schwammige“ Design des 39er „Hintern“ wich dem aktuellen Konzept mit klappbarer Badeplattform. Optisch markanter und im konstruktiven Zusammenspiel mit weiteren Details entscheidender Punkt für mehr Segelleistung. Denn die Gebrüder Jakopin zeichneten der Bavaria 40 cruiser eine schmalere Wasserlinienbreite und verringerten die Freibordhöhe. Das bringt mehr Anfangsstabilität und in Verbindung mit dem flacheren Unterwasserschiff mehr Geschwindigkeit. Der Ballastanteil liegt deutlich höher als bei der 39er und der optimierte Kiel wurde in der Standardausführung auf 1,90 Meter gebracht. Wird die neue Bavaria 40 cruiser möglichst aufrecht gesegelt, springt sie als Ergebnis dieses konstruktiven upgrades merkbar schneller an und lässt sich mit dem tieferen und besser profiliertem Ruderblatt optimal kontrollieren. Das ist aber nicht alles. Unter Wasser mehr Power, über Wasser eine attraktivere Optik, denn der „Höcker“ des Aufbaus ist weg ! Die kantigeren Linien sorgen für mehr Definition des gesamten Aufbaus, optisch unterstützt durch die eingelegten Teakflächen des Aufbaus. Ohnehin gewinnt die gesamte Konstruktion der Bavaria 40 cruiser durch Doppelsteuerstände, kleineren, formschöneren Cockpittisch mit integriertem Kartenplotter und durch ein klareres Beschlags Layout der nach achtern geführten Bedienelemente. Bavaria 40 cruiser: Die TestfahrtSchluss mit der Theorie! Zwar blickt Sören Hansen von Elvström beim Einstellen der Mittelwanten auf der Saling sitzend, noch immer auf eine verwehte Palma Bucht und auch Mats Lindström von Selden schaut skeptisch. Doch wir wollen es wissen. Mike Reuer, Bavarias Vertriebschef gibt grünes Licht, wir haben Profis an Bord und letztendlich bleibt Palmas großes Hafenoval, sollte es draußen zu heftig werden. Unser Testschiff wird bei Yates in den Chartereinsatz gehen und verfügt daher über die starke Motorisierung mit dem Volvo Penta D2 55 mit 39 kW bzw. 53 PS. Das bringt natürlich eine Menge Kraft und hilft in schwierigen Situationen, sowohl im Hafen, wie auch auf See. Bei rund 3000 Umdrehungen bringt die große Maschine die Bavaria 40 cruiser auf 8,3 Knoten und der Notstopp wird mit gut eineinhalb Schiffslängen notiert. Bei Rückwärtsfahrt spurt die Bavaria 40 cruiser einerseits ausgesprochen schnell, braucht aber eine zu packende Hand am Ruder. Denn die neue Ruderfläche will behutsam bedient werden, gerade in Rückwärtsfahrt ist langsames Ruderlegen gefordert, soll die Strömung nicht ab- und das Rad einem aus der Hand reißen. Die Schallemissionen bewegen sich im üblichen Bereich, eben so die Vibrationsübertragungen auf Rumpf und Einbauteile, die Wartungsfreundlichkeit des Standard Motors D1 30 mit 20,1 kW bzw. 27,3 PS ist optimal. Sind alle Klappen, einschl. der Seiten in den Achterkabinen geöffnet, kann man das Werkzeug quer durchreichen. Grundsätzlich überzeugt auch die neue Bavaria 40 cruiser mit dem hohen Ausrüstungsstandard der Bavaria Cruiser Range, der 6 selbstholende Lewmar Winschen ( 48er Genuaschot, 46er Groß bzw. Spischot, 40er Fall ) ebenso beinhaltet, wie neuerdings einen mechanischen, mit Winschkurbel zu bedienender Achterstagspanner von Selden. Auch die leinenverstellbaren Holepunkte, das Stausüll fürs Sprayhood, Landanschluss und Cockpitdusche sind im Standardpreis enthalten. Die neuen Edelstahlklampen sind formschön und bestens zu belegen, stehen aber leider auf der Optionsliste. Jede der beiden Steuersäulen trägt einen gut dimensionierten Plastimo Kompass, die Motorbedienung wurde wieder – sauber eingepasst – nach unten auf die Steuerbordseite neben die Steuermannsposition verlegt. Ein zweites von außen zugängliches Fach für die Gas Ersatzflasche sparte man ein, sollte dafür aber einen Staukasten in einer der voluminösen Backskisten ( 1,20 x1,00m, hinten 60cmhoch ) vorsehen. Die Holztür zum Niedergang ist schiffig, doch ein wenig „dünn“, entspricht nicht dem Standard der üblichen Holzverarbeitung bei Bavaria. Vorn arbeitet die neue Vorsegel -Rollreffanlage Furlex 300S und erstmalig entdeckt man auf der neuen 40er „flächendeckend“ die neuen Blöcke von Selden. Hochwertig, formschön und in ihren technischen Leistungsdaten auf die übrigen Beschlagskomponenten abgestimmt. Eine schlüssige, fast überfällige Sortiments Ergänzung des weltweit agieren den Riggherstellers. Auch bei voller Crewstärke lässt sich im Cockpit gut arbeiten. Am Ankerplatz und im Hafen werden sich Eigner und Charterer über die großzügigen Abmessungen der Cockpitbänke freuen und den barrierefreien Zugang über die elektrisch absenkbare Badeplattform begrüßen. Der Traveller geht drei Handbreit nach Lee, die Großschot liegt – dank beidseitiger Führung – in Griffweite der Steuermannsposition, die Holepunkte der Genua sind entsprechend nach vorn „gewandert“ und das Achterliek des Groß ist dank dicht getrimmten Achterstags ( neu über mechanischen Spanner ) gut geöffnet. Der Blick auf den Raymarine Windmesser zeigt 30 Knoten Wind – das sind immerhin gute 7 Beaufort – und die Bavaria 40 cruiser marschiert los. Wer nur ein wenig Spaß am sportlichen Segeln hat, würde die Begeisterung der Crew teilen. Die rund 8,5 to verdrängende Bavaria 40 cruiser ( keine Ausrüstung, wenig Wasser, rund 100 l Diesel) tobt mit knapp über 40° am Wind los und Mike Reuer bestätigt mit Hand GPS einen Speed von beständig über 8 Knoten. Kommen die Wellen geordneter, erreichen wir knapp 9 Knoten. Dabei segelt die „Neue“ mit selten mehr als 20 Grad Krängung und lässt sich aufgrund des deutlich effektiver arbeitenden Ruders nach Böen jederzeit in die Ausgangslage zurückbringen. Mit kurzzeitig durch die Feststellschraube fixiertem Steuer, schnürt die Yacht kursstabil weiter. Der Versatz durch Wellen hält sich dank des schärferen Vorschiffs dabei spürbar in Grenzen. Schon lange kann uns die 27er BMB als begleitendes Fotoboot wegen des groben Seegangs nicht mehr folgen. Wir haben aber nur wenig Lust, uns – wie eigentlich abgesprochen an das Testprotokoll zu halten, zwingen die Yacht auf einen raumen Kurs und erleben noch einige highlights in der nach oben offenen Segel Spaßskala. Denn mit der hohen Welle schräg im Rücken, düsen wir mit 12 Knoten Spitzenspeed über die Bucht von Palma. Bedingungen, bei denen sich die Beschlagsausrüstung sowohl in ihrer Platzierung, wie Dimensionierung beweisen muss. Wir attestieren allen Einrichtungen uneingeschränkte Funktion, wenn auch Winschen und einige Untersetzungen ( Traveller, Holepunkte ) an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Auch sitzt uns die hintere Winsch zur Großschotbedienung zu nahe an der Steuermannsposition. Der kann zwar bei viel Wind optimal „aufmachen“, braucht zum Dichtholen aber personelle Unterstützung......und dann wird`s eng. Auf dem Rückweg passieren wir in Molenhöhe einige Wettbewerbs-Yachten vergleichbarer Größe, die – offensichtlich erstaunt – den Überholer als Bavarias Neuling erkennen. Eine „Erfahrung“, die manch Yachteigner in der kommenden Saison auch erleben wird, denn die 34er, die 38er und die 40cruiser der aktuellen Generation segeln einfach gut. Im glatteren Hafenbereich nehmen wir noch einige Wendewinkel und kommen selbst bei wechselnden Bedingungen – viele Schraler, starke Böen – immer auf Wendewinkel von um die 80 Grad. Bavaria 40 cruiser: Der KomfortBeide Nasszellen sind sehr geräumig, hell und gut belüftet........und die Giebelstädter installieren ab sofort bessere Spiegel! Vielleicht lässt sich auch noch eine Dusch- Abtrennung ermöglichen. Die Längs-Pantry mit Mikrowelle im Standard Lieferumfang bietet viel Arbeitsfläche, gute Belüftung, der Stauraum im unmittelbaren Bereich ist ausreichend, ohnehin werden auf längeren Törns die Staumöglichkeiten des Salons mit einbezogen. Wie die Praxis zeigt, auch Fächer und Schapps der Navigationsecke. Ein bei Bavaria nach wie vor sehr gut nutzbarer Platz, egal, ob er nun ausschließlich zur Navigation genutzt, oder multifunktionell in Anspruch genommen Den größten Komfort genießen nach wie vor bei Bavaria die Eigner im Vorschiff. Mahagoni Vollholz, das mehrmalig mit 2 -Komponentenlack behandelt und gut verarbeitet wird. Alle Versorgungselemente sind ordentlich installiert und gut erreichbar, auch schwer zugängliche Bereiche ordentlich mit Topcoat verschlossen. Alle Kojen sind mindestens 2 Meter lang und bieten zwei Schläfern auch ausreichend Platz in der Breite. Der Zuschnitt der Polster ist bei einigen Segmenten unsauber ausgeführt, was den Gesamteindruck negativ stört. Entscheidendes Plus für einen hohen Wohnkomfort ist sicher die Vielzahl der zu öffnenden Luken und Fenster. Natürlich würde eine Bavaria 40 cruiser in Eignerausführung mit zwei Kabinen und großem begehbaren Stauraum ankommen, doch für Bavaria, als einen der größten Serienyachthersteller weltweit ist eine 2 -Kabinen Ausführung der Bavaria 40 cruiser ebenso unrentabel, wie eine spezielle Charterausführung. Ohnehin werden nur noch selten die Salonkojen als feste Schlafplätze genutzt. Bavaria 40 cruiser: Nicht nur PreiswertFazit: Eine hochwertige, leistungsstarke Bavaria 40 cruiser Fuß-Segelyacht zu einem Einstandspreis von 125.100, Euro zu produzieren, verlangt eine „gnadenlos“ betriebswirtschaftlich ausgerichtete Fertigung. Bemerkenswert ist aber bei derartiger konzeptioneller Ausrichtung, dass mit Einführung der neuen Cruiser Range offensichtlich nicht mehr ausschließlich Einsparungen im Vordergrund stehen, sondern mehr Leistung, mehr Komfort und attraktivere Optik Priorität genießen. Nicht mehr nur Zeittakte, sondern Käuferwünsche fließen in die neuen Konstruktionen. Was bei der 34er und 38er deutlich wurde, setzen die Giebelstädter bei der Bavaria 40 cruiser noch konsequenter um. Die Yacht definiert sich nicht nur über den Preis – der recht deutlich unter Wettbewerbsangeboten liegt – sondern durch hohe Segelperformance, hochwertigen Wohnkomfort, gute Qualität und umfangreiche Standardausrüstung. Der Grundpreis der Bavaria 40 cruiser erlaubt finanziellen Spielraum für Extras und ein upgrade, wo der persönliche Anspruch die qualitativ gute und umfangreiche Standard Ausrüstung übersteigt. Auf den Punkt gebracht, bedeutet das auch bei der neuen Bavaria 40 cruiser : Das Groß und die Rollgenua des Standard Lieferumfangs bleibt für einen eventuellen späteren Wiederverkauf als „Neusegel“ im Sack und auf die eigene Optionsliste gehört der Elvström High Tech Segelsatz. Denn mit dem optimierten Rollgroß – EMS System/Dacron, senkrechte Latten 37,8 qm – und der trioptimal geschnittenen Rollreffgenua mit E Foam 45,8 qm, bietet die Bavaria 40 cruiser nicht nur ein geringfügig größeres, sondern auch deutlich leistungsstärkeres Segelstell. Mehr speed, mehr Höhe, mehr Segelspaß ist die einfache Formel für das upgrade zum Preis von 3.480, Euro. Darüber hinaus hat Elvström mit durchgelattetem Groß aus Sandwich/Laminattuch eine weitere Option, die das Potenzial der Neuen noch weiter verbessern würde. |
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Bavaria 40 cruiser bei: 1.Klasse • 04362 / 73 23 • Bavaria 40 cruiser gebraucht • Yachtcharter Ostsee |
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